Krisengeschüttelter Sport hofft auf die Wende
Goldmedaillen als Bewerbungshelfer

Die Deutsche Sportmarketing sucht für den Fechter-Bund einen Hauptsponsor. Die am Samstag beginnende WM soll die Suche erleichtern.

DÜSSELDORF. Die eigenen Ansprüche sind hoch, sehr hoch. „Wenn wir unser Optimum abrufen können und die Auslosung passt, holen wir dieses Mal endlich Gold“, sagt Britta Heidemann. Die 23-jährige ist eine der besten deutschen Degenfechterinnen und tritt in der kommenden Woche bei den Fecht-Weltmeisterschaften in Turin an. Nach Silber in Havanna 2003, Olympia-Silber von Athen 2004, WM-Bronze in Leipzig 2005 und EM-Bronze im Juli in Izmir soll es im Mannschaftswettbewerb endlich zu Gold reichen.

Mit ähnlichem Selbstbewusstsein wie Heidemann begeben sich die führenden Köpfe des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) zu den am Samstag beginnenden Titelkämpfen nach Italien. Doch die Verbandsvertreter um ihren Präsidenten Gordon Rapp knüpfen an die sportlichen Erwartungen auch noch ganz andere Hoffnungen: Mit einer guten WM-Bilanz den krisengeschüttelten Sport endlich besser vermarkten zu können.

Um neben Beitragseinnahmen und öffentlichen Mitteln die Geschäfte weiter anzukurbeln, schlug der Fechter-Bund im vergangenen Jahr bei der mühseligen Suche nach einem Hauptsponsor ein neues Kapitel auf. Mit der Deutschen Sportmarketing (DSM) schloss er einen zunächst bis Olympia 2008 angelegten Kooperationsvertrag – somit steht die DSM, eine Tochter der Deutschen Sporthilfe, erstmals für einen deutschen Sportfachverband als zentraler Vermarktungspartner in der Verantwortung. „Ein sportlicher Generationenumbruch liegt hinter uns. Mit unserem neuen Förderkonzept haben wir die vereinbarten Zwischenziele erreicht. Deshalb haben wir uns Hilfe geholt, um unser attraktives Produkt professionell zu definieren“, sagt Rapp.

Im Frühjahr hatte DSM-Geschäftsführer Axel Achten ein Konzept fertig ausgearbeitet, das er in den vergangenen Monaten bei diversen Interessenten aus der Wirtschaft vorstellte. „Wir bewegen uns mit dem Gesamtpaket, das Olympia 2008 in Peking natürlich enthält, im sechsstelligen Bereich. Denn eine Akquise in der Dimension von 20 000 oder 30 000 Euro macht für alle Beteiligten keinen Sinn“, sagt Achten dem Handelsblatt.

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