Krisengipfel
Deutscher Radsport will mit Härte gegen Doping vorgehen

Der deutsche Radsport will vereint mit aller Härte gegen Dopingsünder vorgehen. „Unser Ziel ist: Strich drunter, alle die mit Doping zu tun haben raus“, sagte Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), am Samstag in Hamburg.

HB HAMBURG. Bei einem Krisengipfel verständigte sich Scharping mit Vertretern der deutschen Profiteams, der Renn-Veranstalter und der Sponsoren auf einen Maßnahmenkatalog, der schnellstmöglich umgesetzt werden soll. Die drei Kernpunkte des Programms sind die Verbesserung der Wirksamkeit von Dopingkontrollen, die Verschärfung der Sanktionen gegen Dopingsünder sowie eine Angleichung der Gesetzgebung an internationale Standards. „Wir hatten eine sehr intensive Diskussion mit einem sehr einvernehmlichen und gemeinsamen Ergebnis“, sagte Scharping, der zu dem Treffen eingeladen hatte.

Zur Verbesserung der Dopingkontrollen sei die Erstellung individueller Profile für die Athleten mit verschiedenen Parametern, darunter auch Blutwerten, notwendig. Eine Vereinbarung darüber müsse künftig Bestandteil der Lizenzbedingungen für Fahrer und Teams sein. Der BDR werde keine Sportler mehr für internationale Wettbewerbe nominieren, die sich einem solchen Regime nicht unterwerfen, kündigte Scharping an. Im Hinblick auf die Gesetzgebung sagte er: „Es ist uns nicht wichtig, in welchen Gesetzen es geregelt wird. Es ist uns wichtig, dass es wirksam geregelt wird.“

An dem knapp dreistündigen Treffen in der Hamburger Handelskammer nahmen am Vorabend der Hamburg Cyclassics rund 25 Radsport-Vertreter teil. Scharping sprach von einer „sehr breiten und sehr wirksamen Koalition“, die auch international Eindruck machen werde. Für Anfang August kündigte er ein weiteres Treffen an. Anschließend sollen andere Sportverbände in Deutschland, der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), die übrigen Radsportverbände in Europa und der Radsport-Weltverband UCI für eine Koalition gewonnen werden.

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