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Kritik am DLV sorgt für Unruhe im deutschen Lager

Abseits des Stadions haben Steffi Nerius, Franka Dietzsch und nun auch Kirsten Bolm in Helsinki einen für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) sehr unerfreulichen Nebenschauplatz aufgemacht. Die Kritik der Athleten an Präsident Clemens Prokop und dem DLV nervt die Funktionäre und wird im Kontrast zum guten sportlichen Auftakt am Samstag immer mehr zum Ärgernis bei der Leichtathletik-WM. Am Sonntag ging Jürgen Mallow in die Offensive. "Der DLV soll die Eier legende Wollmilchsau sein", meinte der Leitende Bundestrainer an die Adresse derer, die fordern und kritisieren. Er sei dadurch nicht genervt, aber das Thema werde immer mehr zum Ärgernis.

Kirsten Bolm, als Weltranglisten-Fünfte über 100m Hürden schon fast eine Medaillenkandidatin, meinte vor ihrem Auftakt in Helsinki: "Der DLV ist nicht mehr mein Feind." Unter der neuen sportlichen Führung habe sich einiges gebessert, aber die Kritik von Steffi Nerius beruhe auf Erfahrungswerten über Jahre: "Sie hat Dinge angesprochen, die uns Athleten schon länger beschäftigen. Und wie ich Steffi kenne, sind sie nicht sehr an den Haaren herbeigezogen."

Nerius und Dietzsch kritisieren Prokop

Die Leverkusener Olympiazweite, als Dritte der Weltrangliste eine Medaillenkandidatin, hatte in einem Interview kritisiert. "Manchmal glaube ich, Prokop nutzt sein Amt nur zur Profilierung. Er ist menschlich nicht nah, nicht athletennah wie andere Präsidenten vor ihm. Das merkt man täglich, und ich finde das ein bisschen schade", sagte die älteste deutsche Teilnehmerin.

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