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Kritik der Zuschauer: Sat.1 verpatzt die Super-Bowl-Übertragung

Nach der Live-Übertragung des Super Bowls erntet Sat.1 Kritik: Werbung lief in eine Spielszene hinein, der Moderator leistete sich einen verbalen Ausrutscher und ein Vorbericht bekam fälschlicherweise das Label „live“.

New England Patriots-Quarterback Tom Brady. Quelle: Reuters
New England Patriots-Quarterback Tom Brady. Quelle: Reuters

DüsseldorfEs war in der heißen Phase des Spiels beim 46. Super Bowl in Indianapolis. Die New York Giants lagen gegen die New England Patriots vorn, da gelang dem Team um den Deutschen Sebastian Vollmer der erste Touchdown, der das Team wieder heranbrachte an die Führenden. Allein die deutschen TV-Zuschauer, die das Spiel erstmals seit neun Jahren in der Live-Übertragung beim Privatsender Sat.1 verfolgten, sahen ihn nicht. Sie sahen nur die Patriots jubeln. Statt deren Touchdown zum 10:9 hatte der Sender den Zuschauern Eigenwerbung präsentiert und zu spät wieder ins Stadion geschaltet.

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Von den Kuchen um das größte amerikanische Sportereignis überhaupt wollte der deutsche Privatsender ein Stück abhaben - und ließ sich dabei offenbar ein wenig zu sehr von der Masse an Werbeblöcken der US-amerikanischen Kollegen inspirieren: Der Sender schaltete munter Werbung in den Spielpausen - leider nur länger als die Kollegen auf der anderen Seite des Atlantik.

Die deutschen Zuschauer vor den TV-Geräten mussten sich mit Wiederholungen des Spielzuges zufrieden geben und sahen in den Spielpausen stets die gleiche Werbung von drei Marken - unter anderem einen Spot für ein Datingportal.

Der Super Bow 2012 in Zahlen

  • 6 Prozent

    6 Prozent mehr Amerikaner melden sich am Tag nach dem Super Bowl krank.

  • 20 Prozent

    20 Prozent mehr Kopfscherztabletten werden am Montag nach dem Finale abgesetzt. In den USA spricht man von "Super Bowlitis".

  • 50 Millionen

    50 Millionen Dollar werden in diesem Tag in Essen investiert. Für die Nahrungsmittelindustrie ist der Super Bowl nach Thanksgiving der zweitwichtigste Tag im Jahr.

  • 120 Millionen

    120 Millionen Liter Bier fließen die durstigen Kehlen hinunter, damit die Chips und das Popcorn nicht zu trocken sind.

  • 150 Millionen

    179 Millionen Fans in der Spitze und 111 Millionen Fans im Schnitt sehen das Spektakel in den USA an den heimischen TV-Geräten. Weltweit schauen sogar 800 Millionen Menschen zu. Unter den TopTen der TV-Übertragungen mit den meisten Zuschauern in den USA sind acht Super-Bowl-Partien.

  • 150 Ringe

    150 goldene mit mit Diamanten besetzte Super-Bowl-Ringe werden jährlich an das Siegerteam verteilt. Der Wert eines Rings beträgt in etwa 5000 Dollar.

  • 263 Millionen

    263 Millionen Dollar generiert die NFL am Super-Bowl-Sonntag. Ein 30-Sekunden-Spot kostet bis zu vier Millionen Dollar. Doch die Firmen zahlen gerne und produzieren ihre Werbungen eigens für den Super Bowl.

  • 250 Millionen

    250 Millionen Dollar werden von den Fans in Super-Bowl-Fanartikel gesteckt.

  • 600 Dollar

    600 Dollar kostet ein Parkticket rund um das Lucas Oil Stadium in Indianapolis.

  • 700 Dollar

    700 Dollar zahlt man für ein Ticket beim Public Viewing vor dem Stadion.

  • 1443 Dollar

    1443 Dollar kostete kurz vor Schluss die billigste Eintrittskarte. Nach oben sind dem Preis-Wahnsinn kaum Grenzen gesetzt. Für eine feine Loge blättert man schnell mal sechsstellige Beträge hin.

  • 4000 Tonnen

    4000 Tonnen Popcorn verschlingen die Amerikaner am Super-Bowl-Sonntag.

  • 14.000 Tonnen

    14.000 Tonnen Chips werden darüber hinaus noch vertilgt.

  • 20.000 Tonnen

    20.000 Tonnen Guacamole (Avocado-Dip) werden zubereitet, damit die Chips auch ordentlich eingetunkt werden können. Das entspricht im Avocado-Anbau etwa 222.792 Football-Feldern.

  • 25.000 Dollar

    25.000 Dollar kostst die Vince-Lombardi-Trophy, die im Super Bowl ausgespielt wird. Ihr ideeller Wert ist natürlich unbezahlbar.

Die Moderatoren Frank Buschmann und Ex-Quarterback Jan Stecker zeigten zwar Fachwissen und überzeugten von einigen kleinen Fehlern abgesehen, doch Stecker leistete sich letztlich doch einen verbalen Schnitzer.

Er betonte, dass Sebastian Vollmer der erste „reinrassige Deutsche“ sei, der den Super Bowl gewinnen könne. Denn Tom Nuetten, der mit den St. Louis Rams im Jahr 1999 erfolgreich war, ist Deutsch-Amerikaner.

  • 08.02.2012, 13:52 Uhr49er

    Die Übertragung von SAT 1 war eine Frechheit!!!!!
    permanent nur die gleichen werbetrailer... 10-15 mal den gleichen werbspot ob VW oder datingportal geht ja wohl garnicht!! dann sollen die die geilen trailer aus der USA zeigen.. aber so.. echt ne 6!!! das tue ich mir in dem format nächstes jahr sicher nicht noch mal an....

  • 08.02.2012, 13:51 Uhr49er

    Die Übertragung von SAT 1 war eine Frechheit!!!!!
    permanent nur die gleichen werbetrailer... 10-15 mal den gleichen werbspot ob VW oder datingportal geht ja wohl garnicht!! dann sollen die die geilen trailer aus der USA zeigen.. aber so.. echt ne 6!!! das tue ich mir in dem format nächstes jahr sicher nicht noch mal an....

  • 08.02.2012, 09:57 UhrFlashGarden

    Ich fands ja auch ganz toll, wie sich die beiden Kommentatoren immer nur an Vollmer aufgegeilt haben. Und die Regie hat Ihren Teil dazubeigetragen, indem Sie und im ersten Viertel gefühlt die Hälfte der Sendezeit mit Aufnahmen von Vollmer wie er sich schön am Sack kratzt verschönt hat ... Definitif eine der schlechtesten Livesportübertragungen von Sat 1 ever!

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