sonstige Sportarten
Kroatien und Slowakei schreiben Tennis-Geschichte

Zum ersten Mal in ihrer Tennis-Geschichte haben Kroatien und die Slowakei das Endspiel um den Daviscup erreicht. Dabei wurden Ivan Ljubicic und Dominik Hrbaty zu Helden ihrer Länder.

Das Endspiel um den Daviscup findet mit zwei Neulingen statt: Kroatien und die Slowakei schrieben Tennis-Geschichte, indem sie sich das erste Mal in ihrer noch jungen Geschichte für das Finale (2. bis 4. Dezember) qualifizierten. Ivan Ljubicic und Dominik Hrbaty hießen die Helden für ihre Länder, die in den Halbfinals gegen Russland (3:2) beziehungsweise Argentinien (4:1) jeweils die entscheidenden Punkte holten.

Kulisse von 5 100 Zuschauern in Split

Ljubicic setzte sich unter dem ohrenbetäubenden Jubel von 5 100 Zuschauern in Split 6:3, 7:6 (8:6), 6:4 gegen Nikolaj Dawidenko durch. Hrbaty bezwang vor 4 000 Fans im ebenso lauten Hexenkessel des nationalen Tenniscenters in Bratislava Guillermo Coria 7:6 (7:2), 6:2, 6:3 und machte das überraschende "Debütanten-Finale" um den wichtigsten Tennis-Mannschaftswettbewerb perfekt.

Karol Beck und Michal Mertinak hatten am Samstag David Nalbandian und Mariano Puerta 7:6 (7:5), 7:5, 7:6 (7:5) bezwungen und die Slowaken 2:1 in Führung gebracht. Die Slowakei war erst vor einem Jahr durch einen Erfolg im Relegationsspiel gegen Deutschland in die Weltgruppe aufgestiegen und hatte sich durch Erfolge über Titelverteidiger Spanien und die Niederlande bis ins Halbfinale vorgespielt.

"Ein unbeschreibliches Gefühl"

Die Kroaten waren am Samstag in einem dramatischen Doppel mit 2:1 in Führung gegangen. Ljubicic bezwang an der Seite von Mario Ancic Igor Andrejew und Dimitri Tursunow mit 6:2, 4:6, 7:6 (7:5), 3:6, 6:4. "Es ist ein unbeschreibliche Gefühl. Ich kann es kaum glauben. Ich hoffe, dass ich nun im Endspiel nochmal drei Punkte machen kann", sagte Ljubicic überglücklich.

Am Freitag hatte Ljubicic den ersten Punkt für sein Team mit dem Erfolg über Michail Juschni geholt. Schon beim überraschenden Erstrunden-Erfolg der Kroaten über die USA und im Viertelfinale gegen Rumänien war der 26-Jährige mit je drei Punkten der entscheidende Mann gewesen.

In der "ersten Liga" bleibt im nächsten Jahr auch Spanien. Der Vorjahreschampion drehte in Torre del Greco durch die Erfolge von Rafael Nadal gegen Andre Seppi und Juan Carlos Ferrero gegen Daniele Bracciali einen 1:2-Rückstand gegen Italien nach dem Doppel noch um und verhinderte den Abstieg.

Andy Roddick holt entscheidenden Punkt

Andy Roddick holte für die USA den entscheidenden dritten Punkt gegen Belgien mit einem 6:7 (4:7), 7:6 (7:4) 7:6 (7:4), 4:6, 6:3-Erfolg gegen Olivier Rochus. Für Österreich entschied Jürgen Melzer am Sonntag mit seinem 7:5, 6:4, 7:5-Erfolg gegen Nicolas Lapentti die Partie gegen Ecuador.

Die Schweiz mit Rückkehrer Roger Federer hatte bereits am Samstag im Doppel gegen Großbritannien alles klar gemacht. Olympiasieger Chile setzte sich gegen Pakistan durch.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%