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„Kronprinz“ Nadal fordert Federer heraus

Roger Federer ist nur noch zwei Siege von einem weiteren Meilenstein in seiner Karriere entfernt, doch „Kronprinz“ Rafael Nadal fordert den Tennis-„König“ zum Duell.

dpa PARIS. Roger Federer ist nur noch zwei Siege von einem weiteren Meilenstein in seiner Karriere entfernt, doch "Kronprinz" Rafael Nadal fordert den Tennis-"König" zum Duell.

Nach einem 6:2, 7:6 (7:3), 6:3-Erfolg über Victor Hanescu aus Rumänien zog der Weltranglisten-Erste in Paris erstmals ins Halbfinale der French Open ein. Das Sandplatz-Turnier ist das einzige, das Federer in seiner Grand-Slam-Titelsammlung noch fehlt.

Nadal will in dem vorweggenommenen Finale an seinem 19. Geburtstag verhindern, dass der Schweizer als sechster Spieler nach Don Budge, Rod Laver, Fred Perry, Roy Emerson und Andre Agassi alle vier Titel gewinnen kann. Das "Wunderkind" aus Mallorca bezwang seinen Landsmann David Ferrer mit 7:5, 6:2, 6:0. "Das wird ein großer Moment, denn wir stehen beide hier zum ersten Mal im Halbfinale", sagte Federer. "Ich habe eine große Chance, den Titel zu holen, aber noch fehlen zwei Matches."

Seinen Gegner Nadal wird er nicht unterschätzen, denn das "Wunderkind" aus Mallorca hat schon für reichlich Aufsehen gesorgt. Gleich bei seinem Debüt in Paris schaffte der Linkshänder den Sprung ins Halbfinale. Nadal hat in diesem Jahr fünf Turniere gewonnen, eins weniger als Federer, aber alle auf Sand. 2004 in Miami konnte der Teenager den besten Tennisspieler der Welt bezwingen. Im März standen sich beide im Finale des Masters-Turniers erneut gegenüber. Federer gewann nach 0:2-Satzrückstand in fünf Sätzen.

Vor einem weiteren Marathon-Match fürchtet sich Federer nicht. Wie schon bei den Australian Open hat er auf dem Weg ins Halbfinale noch keinen Satz abgegeben. "Dass ich nur drei Sätze gebraucht habe, ist gut für mich. Jetzt habe ich noch genug Energie", sagte Federer nach dem Match gegen Hanescu, im dem er für ein Kuriosum sorgte, als er im dritten Satz beim Stand von 5:1 erstmals seit acht Jahren wieder drei Doppelfehler nacheinander servierte.

Im Viertelfinale der Damen mussten die Teenager Lehrgeld zahlen. Die 18 Jahre alte Wimbledonsiegerin Maria Scharapowa aus Russland verlor 4:6, 2:6 gegen Olympiasiegerin Justine Henin-Hardenne aus Belgien. "Ich wäre überrascht, wenn sie das Turnier nicht gewinnt", sagte Scharapowa über die French-Open-Siegerin von 2003, die seit 22 Matches ungeschlagen ist. Im Halbfinale am Donnerstag trifft Henin-Hardenne auf Nadja Petrowa. Die Russin, die das 17-jährige serbische Talent Ana Ivanovic mit 6:2, 6:2 in Schach hielt, hat zuletzt das Finale der German Open in Berlin gegen die Belgierin verloren.

Das zweite Match der Vorschlussrunde bestreitet die Russin Jelena Lichowtzewa gegen Mary Pierce. Die 30 Jahre alte Französin, die erstmals seit ihrem French-Open-Sieg vor fünf Jahren wieder im Halbfinale steht, besiegte die Weltranglisten-Erste Lindsay Davenport aus den USA mit 6:3, 6:2. Lichowtzewa beendete den Sturmlauf der Bulgarin Sesil Karatantschewa. Sie besiegte die 15-Jährige mit 2:6, 6:4, 6:4.

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