sonstige Sportarten
Lagat will Iaaf auf Schadenersatz verklagen

Auf eine halbe Million Euro Schmerzensgeld will 1 500-m-Läufer Bernard Lagat den Leichtathletik-Weltverband Iaaf verklagen. Der gebürtige Kenianer wurde 2003 fälschlicherweise des Blutdopings verdächtigt.

Bernard Lagat will den Leichtathletik-Verband Iaaf verklagen. Der gebürtige Kenianer zieht in Köln gegen die Iaaf vor Gericht. Lagat, der mittlerweile die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, will ab 2. November vor der 28. Zivilkammer 500 000 Euro Schadenersatz erstreiten, weil er 2003 fälschlicherweise des Blutdopings verdächtigt worden war.

Der heute 30-Jährige hatte wegen des Verdachts vor zwei Jahren nicht an den Weltmeisterschaften in Paris und mehreren internationalen Sportfesten teilnehmen können. In der A-Probe einer Trainingskontrolle vom August 2003 hatte das Kölner Anti-Dopinglabor das Blutdopingmittel Erythropoietin (Epo) nachgewiesen. Der Verdacht bestätigte sich in der B-Probe jedoch nicht.

Ein Arzt des kenianischen Leichtathletik-Verbandes berichtete von dem Dopingverdacht auf Epo noch vor Öffnung der B-Probe, nachdem die Absage von Lagats WM-Starts erst mit gesundheitlichen Problemen begründet worden war. Der Leichtathletik-Weltverband hatte diese unübliche Veröffentlichung des Ergebnisses der A-Probe gerügt: "Das haben wir damals scharf kritisiert", erklärte Iaaf-Pressesprecher Nick Davies jetzt noch einmal, wollte sich aber ansonsten nicht weiter zu dem Fall äußern.

Lagat wird vor Gericht vom deutschen Anwalt Michael Lehner (Heidelberg) vertreten.

© SID

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