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Langer beendet German Masters auf Rang zwölf

Durch eine 68er Runde hat Bernhard Langer die 19. German Masters in Pulheim noch auf Rang zwölf beendet. Den Sieg sicherte sich der Südafrikaner Retief Goosen vor den Engländern Nick Dougherty und David Lynn.

Mit seiner Leistung am letzten Tag des 19. German Masters in Pulheim kann Bernhard Langer mehr als zufrieden sein. Der Co-Organisator aus Anhausen spielte auf dem Par-72-Platz im Golf Club Lärchenhof zum Abschluss eine 68er Runde und verbesserte sich mit insgesamt 275 Schlägen noch vom 19. auf den zwölften Platz. "Ich habe auch heute wieder sehr, sehr gutes Golf gespielt, leider fielen wieder wenige Putts", sagte der 48-Jährige, der seinen fünften Heimsieg nach 1989, 1991, 1997 und 2001 am Samstag mit einer 71 verspielt hatte.

Den Siegerscheck über 500 000 Euro musste Langer, der selbst 46 440 Euro erhielt, dem Südafrikaner Retief Goosen überlassen. Der Weltranglistenfünfte setzte sich an einem spannenden Finaltag mit 268 Schlägen vor den Engländern Nick Dougherty und David Lynn sowie dem Spanier Jose Maria Olazabal und dem Schweden Henrik Stenson durch, die an den vier Tagen vor insgesamt 44 000 Zuschauern jeweils einen Schlag mehr benötigten.

Langer lobt "Iceman" Goosen

Langer zeigte sich anschließend als heimlicher Fan von Goosen. "Er ist wie ein Iceman. Er erinnert mich an Björn Borg, der war auch so cool. Und so eine Kontrolle ist ein Vorteil", sagte Langer. Goosen stellte dies am letzten Loch unter Beweis. Nachdem sein Abschlag im Wasser landete, musste er aus dem Rough weiterspielen. Eiskalt legte Goosen den Ball aus rund 130 Metern rund einen Meter an die Fahne. Dann sorgte er noch einmal für unnötige Spannung, als er den ersten Putt nicht einlochen konnte. Doch das Bogey reichte letztlich noch zum Sieg.

Der 36 Jahre alte Goosen hat nach seinem zwölften Triumph auf der Europa-Tour nun auch gute Chancen, zum dritten Mal nach 2001 und 2002 am Saisonende die Nummer eins in der europäischen Geldrangliste zu werden. Mit 2 057 910 Euro übernahm der zweimalige US-Open-Champion die Führung im Ranking vor seinem Nachfolger Michael Campbell aus Neuseeland (1 796 372), der als einer der Stars der mit 3,0 Mill. Euro dotierten Veranstaltung mit 280 Schlägen nur den 36. Platz belegte.

Langer nimmt nach den vier Tagen von Pulheim viel Selbstvertrauen mit in sein nächstes Turnier, die Matchplay-WM in dieser Woche im englischen Wentworth. "Ich nehme viel Positives mit, es ist noch einiges drin. Ich weiß, woran ich arbeiten muss", sagte Langer und meinte damit sein Putten: "Mein Caddie hat mir gesagt, dass ich etwas mit dem Kopf nach oben gehe. Dadurch geht der Ball dann nach rechts."

Siem nur auf Rang 70

Keine Rolle spielten in Pulheim die beiden anderen deutschen Profis, die neben Langer den Cut nach zwei Runden geschafft hatten. Der Hamburger Sven Strüver fiel nach Platz 17 bei "Halbzeit" mit Runden von 73 und 74 Schlägen auf den 61. Platz zurück, wofür er noch 7 650 Euro kassierte. Indiskutabel war die Vorstellung des Ratingers Marcel Siem, der in der Vorwoche in Boston mit dem Platzrekord von 62 Schlägen für Aufsehen gesorgt hatte. Der 25-Jährige blieb nach einer 75 und einer 74 zum Abschluss mit 290 Schlägen als einer von nur drei Spielern über Par und belegte damit nur den enttäuschenden 70. Platz (4 950 Euro).

Langer kann indes auch als Veranstalter hoffnungsvoll in die Zukunft schauen. Laut Bruder und Turnier-Direktor Erwin Langer stehen die Chancen bei "98 Prozent", dass das Turnier nach dem Rückzug des Titelsponsors (Linde AG) auch in den kommenden drei Jahren stattfinden kann. Dies soll in Gesprächen mit potenziellen Geldgebern in den kommenden Wochen festgezurrt werden. Austragungsort wäre dann weiter Pulheim.

© SID

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