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Langer schafft in München haarscharf den Cut

Bernhard Langer muss am Samstag bei seinem 48. Geburtstag zum Golfschläger greifen. Beim Europa-Turnier in München benötigte der Anhausener auf der zweiten Runde 69 Schläge und schaffte damit ganz knapp den Cut.

Beim Turnier der Europa-Tour in München hat Golfprofi Bernhard Langer auf der zweiten Runde 69 Schläge benötigt und gerade eben den Cut geschafft. Damit muss der Anhausener die Feier zu seinem 48. Geburtstag am Samstag ein paar Stunden aufschieben und stattdessen zum Schläger greifen. Langer benötigte genau wie der spanische Titelverteidiger Miguel Angel Jimenez insgesamt 140 Schläge.

"Das bin ich schon gewöhnt"

"Das bin ich schon gewöhnt. Es ist ja nicht mein erster Geburtstag, an dem ich auf den Platz muss. Aber am Abend hole ich das nach", sagte Langer, der bei "Halbzeit" der mit 2,0 Mill. Euro dotierten Konkurrenz zweitbester von 13 deutschen Startern war. Dabei hatte Langer nach 14 Löchern noch fünf unter Par gelegen. Doch zwei Bogeys nach aggressivem Spiel warfen den zweimaligen US-Masterssieger wieder zurück. "Schade, sonst wäre es ein super Tag geworden", so Langer, der wie am Vortag mit seinen Eisenschlägen haderte.

Die deutsche Nummer eins in München war am Freitagabend Marcel Siem. Der Ratinger, der sich vor dem Turnier auf dem Par-72-Platz in Eichenried im Norden Münchens "mindestens Platz fünf" vorgenommen hatte, belegte nach einem Bogey am Schlussloch mit 136 Schlägen (67+69) den geteilten 14. Platz, hatte seine Zielvorgabe aber noch nah vor Augen.

Siem patzt am Abschlag

Grund für Siems Schlagverlust an der 18 war ein missglückter Abschlag, mit dem er sich einen Strafschlag einhandelte. Zwar legte er den Ball anschließend mit einem tollen Schlag aufs Grün dicht an die Fahne, der Par-Putt aber ging vorbei. "Ich bin dennoch zufrieden, weil ich immer noch eine gute Ausgangsposition habe. Ich freue mich auf morgen", sagte der 27-Jährige, der im Vorjahr in Johannesburg erstmals auf der Tour gesiegt hatte.

Gemeinsame Spitzenreiter im Kampf um die Siegprämie von 330 000 Euro sind der Australier Brett Rumford und der am Freitag mit einer 65 und "Zielgolf" glänzend aufspielende englische Ryder-Cup-Spieler Luke Donald mit jeweils 132 Schlägen. Es folgt mit 133 Schlägen das Duo Simon Khan (England) und Angel Cabrera (Argentinien), der bei der EM auf Gut Kaden Zweiter geworden war.

Gögele verpasst die "zweite Halbzeit"

Dritter Deutscher auf den beiden Schlussrunden ist der Stuttgarter Tino Schuster, der seinen Score mit einem Birdie an seinem 18. Loch noch auf vier Schläge unter Par verbesserte. Des einen Freud, des anderen Leid: Der Semliner Thomas Gögele, der mit drei unter Par im Klubhaus verharrte, fiel durch das Vorrücken von Schuster auf den 71. Rang zurück. Nur die besten 70 und die schlaggleichen Spieler qualifizieren sich für die "zweite Halbzeit".

Ungeachtet dessen hatte sich der 34-Jährige, der zuletzt mehr ein Hobbyspieler war, bereits dafür entschieden, noch einmal einen Anlauf im großen Golfsport zu wagen. Gögele wird versuchen, sich über die Qualifying School in die Europa-Tour zu spielen. Das Finale findet Mitte November im spanischen Cadiz statt. "Ich habe wieder richtig Lust und werde auch mein Trainingspensum wieder erhöhen, ohne es zu übertreiben", so Gögele.

© SID

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