Langläufer behalten den Durchblick
Starker Angerer sichert der Staffel Silber

Im Nebel von Pragelato haben die deutschen Ski-Langläufer den Durchblick behalten und die olympische Silbermedaille in der 4 x 10 Kilometer-Staffel gewonnen. Dabei mussten die Mannschaft bis zum letzten Läufer um die Medaille zittern.

HB TURIN Doch Schlussläufer Tobias Angerer sicherte für sich und seine Teamkollegen Andreas Schlütter (Oberhof), Jens Filbrich (Frankenhain) und René Sommerfeldt (Oberwiesenthal) mit einem fulminanten Zielsprint den zweiten Platz vor Schweden. Bei schlechter Sicht und Schneefall holte sich Italien mit einem Vorsprung von 15,7 Sekunden zum zweiten Mal nach 1994 die Goldmedaille.

Für die deutschen Langläufer war es das dritte Edelmetall bei den Olympischen Winterspielen in Turin nach Bronze für Angerer über 15 Kilometer klassisch und Silber für die deutsche Damen-Staffel am Samstag. Zwar hatte das deutsche Quartett, das in der selben Besetzung schon vor vier Jahren Bronze gewonnen hatte, mit Gold spekuliert. Am Ende waren die deutschen Läufer und Bundestrainer Jochen Behle dennoch glücklich. "Das war wieder eine klasse Leistung. Wir sind mit dem zweiten Platz definitiv zufrieden", sagte Behle. Im Rennen hatten lange Zeit acht Teams eng beieinander gelegen.

Startläufer Schlütter und sein Nachfolger Filbrich mischten vorne mit. Erst als der Italiener Pietro Piller Cottrer als dritter Läufer das Tempo forcierte wurde das Feld auseinander gerissen. Am letzten Anstieg konnte der dritte Deutsche, René Sommerfeldt, nicht mehr mithalten und musste Piller Cottrer und den Schweden Anders Södergren ziehen lassen. Der völlig ausgepumpte Sommerfeldt schickte Schlussläufer Angerer mit einem Rückstand von 19,3 Sekunden auf die Strecke.

Der Weltcup-Spitzenreiter startete eine eindrucksvolle Aufholjagd. Während die Italiener durch Cristian Zorzi zu einem ungefährdeten Sieg liefen, setzte sich Angerer erst von dem Tschechen Dusan Kozisek ab und holte wenig später Schwedens Schlussläufer Mathias Fredriksson ein. Auf der Zielgeraden spielte Angerer seine Spurtstärke aus und kam mit 15,7 Sekunden hinter den Italienern an.

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