Langlauf Doping
Russen ziehen Schirjajew aus dem Verkehr

Der des EPO-Dopings überführte Skilangläufer Sergej Schirjajew ist vom russischen Skiverband für zwei Jahre gesperrrt worden. Trainer Anatoli Tschepalow wurde die Arbeit untersagt und eine Untersuchung angekündigt.

Im Fall "Sergej Schirjajew" ist der russische Skiverband selbst aktiv geworden und hat für klare Verhältnisse gesorgt. Der Skilangläufer wurde wegen EPO-Dopings für zwei Jahre gesperrt, eine Untersuchung nach den Mitverantwortlichen angekündigt und Trainer Anatoli Tschepalow die Arbeit mit Auswahlathleten aller Altersgruppen untersagt. Diese Entscheidungen traf das Exekutivkomitee des Verbandes.

"Schwer zu sagen, wer Schuld hat"

"Es ist schwer zu sagen, wer Schuld hat - der Arzt, der Trainer oder der Sportler selbst", sagte Juri Borodawko, Cheftrainer des russischen Ski-Teams: "Ich glaube nicht, dass Schirjajew selbst zu diesem Mittel gegriffen hat. Wir werden das noch untersuchen." Dagegen werde der russische Verband Schirjajew bei der Anhörung vor dem Gericht des Ski-Weltverbandes FIS nicht verteidigen.

Coach Tschepalow, der zwei Jahre keine Auswahlathleten betreuen darf, muss mit weiteren Konsequenzen rechnen. Der Skiverband reichte beim Sportministerium ein Gesuch ein, ihn von der Gehaltsliste als Trainer der Auswahlmannschaften zu streichen. Der Verband kündigte zudem die Bildung einer Arbeitsgruppe für "Anti-Doping-Propaganda" unter Vizepräsident Gennadi Ramenski an. Ihr sollen ehemalige Athleten und Mitglieder des Sportmedizinischen Dienstes aus dem Sportministerium angehören. Ziel sind Aufklärung und Prophylaxe im Kampf gegen Doping.

FIS-Council debattiert im Mai

Der 24-jährige Schirjajew war am 21. Februar bei einer zielgerichteten Außerwettkampfkontrolle im Rahmen der WM von Sapporo positiv getestet und von der FIS vorläufig suspendiert worden. Das FIS-Council wird sich im Mai in Potoroz/Slowenien mit dem Fall beschäftigen. Schirjajews bestes WM-Resultat war ein elfter Platz über 15km, beim Silbergewinn der russischen Staffel war er nicht zum Einsatz gekommen.

© SID

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