Langlauf Doping
Russland will nach Doping-Fällen hart durchgreifen

Die Doping-Affäre um die russischen Olympiasieger im Langlauf, Julia Tschepalowa und Jewgeni Dementjew, zieht weite Kreise. Russland will nun "harte Maßnahmen ergreifen".

Nach den positiven Dopingfällen der beiden Skilanglauf-Olympiasieger Julia Tschepalowa und Jewgeni Dementjew hat der russische Sportminister Witali Mutko ernste Konsequenzen angekündigt. "Eine außerordentliche Kommission wird die Fälle untersuchen. Es werden harte Maßnahmen gegen alle ergriffen, deren Schuld bewiesen ist - ungeachtet von Titeln und Rängen", sagte Mutko.

Leonid Tjagatschow, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, reagierte mit Empörung auf die positiven Epo-Proben von Tschepalowa, Dementjew sowie Nina Rysina. "Wir werden niemanden schützen. Und wir werden Tschepalowa und Dementjew nicht unterstützen", sagte der Funktionär.

Unterdessen weist Turin-Olympiasieger Dementjew die Verantwortung von sich. "Wir sind Geiseln das Geschehenen. Wir Sportler sind in diesem Krieg nur Soldaten, die Ambitionen befriedigen müssen und als erste sterben", meinte Dementjew. Er wolle sich nun zu seinen Eltern nach Sibirien zurückziehen.

Sowohl die dreimalige olympische Goldmedaillengewinnerin (1998, 2002 und 2006) Tschepalowa als auch Dementjew hatten am Mittwoch in einem Schreiben ihren Rücktritt erklärt. Im Gegensatz zu ihren prominenten Teamgefährten hat U23-Sprinteuropameisterin Rysina die Eröffnung der B-Probe gefordert.

© SID

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