Langlauf Doping
Sachenbacher-Stehle fordert schnelle Aufklärung

Evi Sachenbacher-Stehle hat sich schriftlich an den Internationalen Skiverband gewendet und die schnellstmögliche Durchführung einer Belastungs-Blutstudie gefordert. So will die 25-Jährige ihre Unschuld beweisen.

Nachdem Evi Sachenbacher-Stehle wegen eines zu hohen Hämoglobinwertes bei den Olympischen Winterspielen von Turin eine Schutzsperre für das erste Rennen erhalten hatte, drängt die 25-Jährige jetzt auf die Aufklärung der Angelegenheit und will ihre Unschuld beweisen. Zu diesem Zweck hat die Skilangläuferin in einem Brief an den Internationalen Skiverband FIS die schnellstmögliche Durchführung einer Belastungs-Blutstudie gefordert.

"Ich erwarte die Unterstützung der zuständigen Fachverbände - DSV und FIS - im Hinblick auf faire und gerechte Wettkampfbedingungen für mich und alle anderen Athleten", schreibt Sachenbacher-Stehle in dem an FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis gerichteten Papier. Eine endgültige Klärung sei für sie unabdingbar. Die Situation in Turin, in der sie unbegründet Doping-Verdächtigungen ausgesetzt wurde, habe ihrem Ruf als Sportlerin und Mensch geschadet, schreibt Sachenbacher. Zudem sei ihr wegen der Sperre eine Medaillenchance genommen worden.

Sachenbacher verweist auf familiäre Veranlagung

Die FIS hatte zuvor erklärt, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) voraussichtlich die Belastungs-Blutstudie bei Sachenbacher-Stehle im Rahmen eines neuen Programms im Kampf gegen Blutmanipulationen durchführen werde. Ein genauer Termin steht jedoch bislang noch nicht fest, deshalb drückt die Langläuferin aufs Tempo.

Ein wie bei Sachenbacher-Stehle gemessener hoher Hämoglobinwert kann, muss aber kein Hinweis auf Doping mit EPO oder Transfusionen mit Eigenblut sein. Sachenbacher-Stehle verweist auf eine familiäre Veranlagung für hohe Werte, die FIS bestreitet das. Der DSV hatte Doping im deutschen Team "zu 100 Prozent" ausgeschlossen.

© SID

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