Langlauf International
Künzel-Nystad beendet Sprint in Prag auf Rang neun

Der Sprint bei der Tour de Ski verlief für die Deutschen wenig erfolgreich. Während die Männer bei der dritten Etappe alle in der Qualifikation scheiterten, belegte Claudia Künzel-Nystad lediglich Rang neun.

Claudia Künzel-Nystad (Oberwiesentahl) musste sich bei der Tour de Ski im Sprint von Prag als beste Deutsche mit dem neunten Platz zufrieden geben. Die Männer um Titelverteidiger Tobias Angerer waren bei der dritten Etappe alle in der Qualifikation ausgeschieden.

Der Russe Nikolai Morilow gewann das Sprint-Finale vor Simen Oestensen aus Norwegen, der dank der Zeitgutschriften das Gold-Trikot für den Gesamt-Spitzenreiter von Lukas Bauer übernahm. Der Tscheche war ebenfalls in der Qualifikation ausgeschieden. Bei den Frauen sprintete die Italienerin Arianna Follis vor der Finnin Pirjo Muranen zum Sieg. Marit Björgen (Norwegen) wurde Dritte. Nystad-Künzel war lediglich in das B-Finale gelangt.

"Ich schaue nach vorn, glaube an meine Chance - das Feld ist noch eng beieinander und ich bin in guter Form", sagte Angerer. Der Rückstand des Titelverteidigers beträgt auf Position 27 nach drei der acht Abschnitte 1:08,0 Minuten auf Spitzenreiter Simen Oestensen. Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal/1:01,0 Minuten zurück) ist 15., Weltmeister Axel Teichmann (Lobenstein/1:04,7) folgt auf Rang 20.

Am Vortag stürzte Angerer im 15-km-Freistilrennen von Nove Mesto wie schon beim Tour-Prolog, auch Künzel-Nystad purzelte im 10-km-Wettbewerb durch den Schnee und büßte viel Zeit ein. Am Neujahrstag besteht die Chance zur Aufholjagd - dann werden erneut in Nove Mesto zwei Jagdrennen gestartet. "Da müssen die Jungs einen deutschen Express aufmachen", forderte Jochen Behle.

Der Cheftrainer kritisierte zudem die zu enge Strecke, die Überholmanöver schwierig machte und zu einigen Stürzen führte. "Bei Massenstartrennen muss die Piste neun Meter breit sein, hier war es vielleicht die Hälfte", meinte Behle. In Prag schimpfte er dann erneut über die für einen Weltcup unwürdige Loipe: "Das ist doch eine Witzveranstaltung. Hier kann man mal eine Promotion-Nummer abziehen und hinterher ein Bierchen trinken."

Franz Göring (Zella-Mehlis/33.), Angerer (Vachendorf/34.) und Teichmann (38.) verpassten um eine knappe Sekunde nach einem Kilometer die K.o.-Läufe der beste 30. Auch der im Jagdrennen davongestürmte Bauer schied als 45. aus.

In der Gesamtwertung ist Bauer 12,1 Sekunden hinter Oestensen Zweiter. Bei den Frauen bleibt die Norwegerin Marit Björgen nach Rang drei im Sprint vorn. Im A-Finale setzte sich die Italienerin Arianna Follis vor der Finnin Pirjo Marunen durch. Künzel-Nystad ist Gesamt-Zwölfte, die Sprint-15. Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) Zehnte - beide liegen über eine Minute hinter Björgen.

Das Sprint-Aus für Teichmann kam nicht unbedingt überraschend, die Vorführung im Jagdrennen schon. Der Thüringer, der mit sechs Sekunden Abstand als Zweiter gestartet war, kam nur als 13. mit 53, vier Sekunden Abstand auf den überragenden Bauer ins Ziel. Auf der schmalen Piste verbesserte sich Angerer immerhin von Position 38 auf Rang 22, einen größeren Sprung nach vorn verhinderte ein Sturz auf der vorletzten Abfahrt etwa 1,5 Kilometer vor dem Ziel.

"Ein Missgeschick, es war staubig und die Sicht schlecht - und ich habe mich auch noch verbremst", schilderte er das Malheur. Hinter Bauer belegten die Schweden Marcus Hellner (47,0 Sekunden zurück) und Anders Södergren (47,9) die Plätze zwei und drei.

Die Aufholjagd von Künzel-Nystad (22. im Prolog) wurde etwa bei Halbzeit des Rennens gestoppt. "Mir hat es den Ski verschlagen und dann bin ich rumgepurzelt. Danach waren die Muskeln durcheinander, es war demotivierend", sagte die Oberwiesenthalerin.

Sachenbacher-Stehle hatte als Zwölfte 19,6 Sekunden Rückstand, die überraschend starke Katrin Zeller (Oberstdorf/20,5) folgte auf Rang 13. Die von Position vier nach vorn gelaufene Björgen war im Ziel 0,2 Sekunden schneller als die Schwedin Charlotte Kalla.

© SID

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