Langlauf International
Nordische DSV-Abteilung startet in Olympia-Saison

Die Langläufer eröffnen heute im norwegischen Beitostölen die Olympia-Saison der nordischen Abteilung des DSV. Der Startschuss bei den Biathleten fällt erst am 2. Dezember.

Im Winterwunderland von Beitostölen sind erstmal nur Top-Ten-Plätze das Ziel, aber bei den Winterspielen von Vancouver visiert die Goldschmiede des deutschen Wintersports mindestens 15 Medaillen an. Die erfolgverwöhnte nordische Abteilung des Deutschen Skiverbandes (DSV) startet heute in Norwegen mit den Langläufern in den Olympiawinter. Als besondere Motivation hat der Verband 25 000 Euro für Gold in Kanada ausgelobt.

"Ich hoffe, wir können die Prämie nach Vancouver oft zahlen. Ich war selten so optimistisch wie vor diesem Winter", sagte DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller dem SID. 18 Medaillen - davon sechs in Gold - holte die nordische Abteilung mit den Biathleten (elf), Langläufern (vier) und Kombinierern (drei) bei Olympia 2006 in Turin. In Vancouver muss laut Pfüller mindestens die "Messlatte von 15 Medaillen übersprungen werden".

Fokus liegt auf Vancouver

Beim Verband ist alles auf den Saisonhöhepunkt vom 12. bis 28. Februar 2010 ausgerichtet. Deshalb flog Skilanglauf-Bundestrainer Jochen Behle im November auch noch einmal nach Kanada, um die Bedingungen im Olympischen Dorf und im Stadion zu checken. 300 000 Euro wurden bereits als Vorleistungen für Fahrzeuge und Unterkünfte gezahlt. Der in den vergangenen Jahren wegen der mittlerweile halbwegs überstandenen Finanzkrise des Verbandes leere Prämientopf ist mit etwa 500 000 Euro für die erhoffte Medaillenflut gefüllt.

"Olympia steht ganz klar im Mittelpunkt, darauf arbeiten wir hin", sagt Behle dem SID. Bei den Auftaktrennen im tiefverschneiten Beitostölen erwartet er deshalb erstmal nur ein "ordentliches Abschneiden im internationalen Vergleich". Wenn die Spitzenleute wie Vizeweltmeister Tobias Angerer oder Evi Sachenbacher-Stehle mit einer Platzierung unter den besten Acht die Olympianorm erfüllen würden, wäre das laut Behle ein "guter Start". Von den Topläufern fehlt beim Start nur der nach einem Bänderriss operierte Franz Göring.

Hohe Erwartungen an Biathleten

Nach den Langläufern starten am darauffolgenden Wochenende (27. bis 29. November) die Kombinierer und Skispringer im finnischen Kuusamo in den Olympia-Winter, am 2. Dezember fällt bei den Biathleten im schwedischen Östersund der Startschuss in den Weltcup. "Bei den Biathleten sind wir natürlich besonders gut aufgestellt", sagt Pfüller, "aber auch von den Langläufern erwarten wir besonders in den Teamrennen Podestplätze." Durch den neuen Frauen-Chefcoach Janko Neuber und den neuen Sprint-Trainer Tor Arne Hetland wurden noch einmal neue Reize gesetzt. Pfüller: "Ausreden gibt es jetzt keine mehr."

© SID

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