Langlauf National
Angerer startet als Favorit in die Tour de Ski

Hochmotiviert geht Tobias Angerer bei der heute beginnenden Tour de Ski in die Loipe. "Es wird der kompletteste Langläufer der Welt gesucht", freut sich der 29-Jährige, der sich den Sieg zum Ziel gesetzt hat.

Auf den Start im Münchner Olympiastadion freut sich der Fußballfan besonders, und im Ziel würde er eine mögliche Prämie ganz selbstverständlich teilen - Tobias Angerer will mit einem Sieg bei der Premiere der Tour de Ski Geschichte schreiben. Der Gesamtweltcupgewinner geht auch als erster Anwärter auf den Siegerscheck von gut 75 000 Euro in die für Skilangläufer neue Tortur von sechs Etappen in acht Tagen an den Start.

"Ich freue mich auf diese Herausforderung, da wird ein riesiges Spektakel aus der Taufe gehoben. Es wird der kompletteste Langläufer der Welt gesucht", sagte Angerer vor dem Auftakt am Silvestertag (Finals ab 10.30 Uhr/live in der ARD und Eurosport) dem sid: "Und natürlich will ich ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden. So viel Selbstvertrauen habe ich." Das kann die bayerische Frohnatur auch haben, denn bei der Tour-Generalprobe im französischen La Clusaz stürmte Angerer auf einer superschweren Strecke zum siebten Weltcup-Sieg seiner Karriere.

Angerer geht die Tour sehr motiviert an

Danach folgte ein ruhiges Weihnachten mit der Familie. Bis inklusive Freitag konnte der 29-Jährige danach nahe seiner Heimat Traunstein auf einer 4-km-Loipe in Ruholding perfekt trainieren. "Der Tobi ist extrem belastungsverträglich, ein absoluter Siegertyp - deshalb gehört er zu den absoluten Favoriten bei der Tour", sagt Bundestrainer Jochen Behle.

Beim Sprint zum Auftakt ist der Distanzspezialist Angerer noch Außenseiter, aber trotzdem wird das für den teils auch in Oberhof trainierenden Langläufer der Höhepunkt der Tour werden: "Unter dem berühmtesten Dach der Welt habe ich schon viele Fußballspiele gesehen. Dass ich jetzt da laufen darf, ist der Wahnsinn." Seine Familie, viele Freunde und der Fanklub werden ihn beim ersten Schritt auf dem schwierigen Weg zum Triumph anfeuern.

Behle will sein Team nach dem Vorbild des Teamworks bei der Tour de France ganz auf die Unterstützung des größten deutschen Anwärters auf den Gesamtsieg - und das dürfte wohl Angerer sein - einstellen. Der Staffel-Olympiazweite würde sich im Stil von Lance Armstrong dafür revanchieren: "Ich möchte eigentlich nicht über Geld reden, das noch gar keiner gewonnen hat. Aber mit Sicherheit ist es denkbar, eine Prämie zu teilen. Neben den Läufern leisten ja auch die Trainer und Techniker eine unglaubliche Arbeit."

© SID

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