Langlauf National
Filbrich muss auf CAS-Entscheidung bis 2006 warten

Der Internationale Sportgerichtshof CAS wird wohl erst im kommenden Jahr im "Fall Jens Filbrich" entscheiden. Der Thüringer war in Kuusamo wegen eines grenzwertigen Hämoglobinwertes für fünf Tage gesperrt worden.

Jens Filbrich wird auf die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofes CAS wohl noch bis 2006 warten müssen. Damit rechnet der Deutsche Skiverband (DSV). "Bislang haben wir nur die Eingangsbestätigung unserer Klage erhalten. Es gibt bislang keinen Hinweis, dass es eine schnelle Entscheidung noch in diesem Jahr geben wird", sagte DSV-Rechtsbeistand Dr. Werner Scheuer. Ursprünglich hatte der Verband ein Resultat bis Weihnachten angekündigt.

Filbrich muss damit auch bei einem Start beim Weltcup zu Silvester im tschechischen Nove Mesto wohl noch ohne Sondergenehmigung auskommen. Der DSV will beim Sportgerichtshof eine einstweilige Anordnung erreichen, mit der Filbrich die bislang verweigerte Ausnahmegenehmigung für einen Start mit einem Hämoglobinwert über der Grenze von 17,0 zuerkannt würde.

Der Thüringer war beim Weltcup im finnischen Kuusamo wegen eines grenzwertigen Hämoglobinwertes für fünf Tage gesperrt worden. Ein anschließender Dopingtest war negativ. Ein hoher Hämoglobinwert kann, muss aber nicht auf Blutdoping mit Epo hinweisen.

Der Staffel-Vizeweltmeister begründet seine hohen Werte in der für den im Ausdauersport wichtigen Sauerstofftransport zuständigen Substanz mit familärer Veranlagung. Der Internationale Skiverband FIS spricht jedoch von "einigen signifikanten Erhöhungen der Hämoglobinwerte bei Filbrich" und verweigert ihm deshalb die Sondergenehmigung.

© SID

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