Langlauf National: FIS verweigert Sachenbacher Ausnahmegenehmigung

Langlauf National
FIS verweigert Sachenbacher Ausnahmegenehmigung

Evi Sachenbacher wird vom Internationalen Skiverband FIS kein Sonderstartrecht eingeräumt. Die Skilangläuferin dürfte im Falle eines erhöhten Hämoglobinwertes somit nicht an Wettbewerben teilnehmen.

Der Internationale Skiverband FIS hat Evi Sachenbacher eine Sondergenehmigung verweigert, sollte ihr Hämoglobinwert über der erlaubten Grenze liegen. Eine Überschreitung des Wertes während einer Wettkampfphase wie den Olympischen Winterspielen in Turin würde somit eine fünftägige Schutzsperre zur Folge haben.

In einer Pressemitteilung hatte der Verband bereits vor der Saison eine Ausnahme-Starterlaubnis abgelehnt, da bei Sachenbacher keine Erkenntnisse bezüglich einer genetisch bedingten familiären Veranlagung vorliegen würden, wie Chefbundestrainer Jochen Behle dem Sport-Informations-Dienst (sid) bestätigte. Da Sachenbacher aber laut Behle "sehr stark auf Höhentraining reagiert", vereinbarten FIS und Deutscher Skiverband (DSV) laut der FIS-Mitteilung, eine "gemeinsame Auswertung" der Blutvariablen fortzusetzen. Es solle eine Grundlage für die Entscheidung zur nächsten Saison geschaffen werden.

Keine teaminternen Voruntersuchungen

Die deutschen Skiläufer bereiten sich derzeit im italienischen Lavazze Joch in über 1 800 Meter Höhe auf die Olympischen Winterspiele im Februar in Turin vor. Bei den Damen liegt der Hämoglobin-Grenzwert bei 16,0 (Herren: 17,0). Sachenbacher musste im Gegensatz zu ihrem Teamkollegen Jens Filbrich (Frankenhain) noch keine Schutzsperre auferlegt werden. Am Samstag und Sonntag findet in Val di Fiemme der nächste Weltcup statt. Behle "hofft" auf normale Werte bei Sachenbacher, lehnt aber nach eigenen Angaben teaminterne Voruntersuchungen ab.

Filbrich hatte die zunächst verweigerte Sondergenehmigung nach einem Gespräch zwischen FIS-Medizinchef Bengt Saltin und dem deutschen Teamarzt Ernst Jakob in Kopenhagen erhalten. Diese gilt für den im Visier der Dopingfahnder stehenden Läufer allerdings vorerst nur für den Olympiawinter. Erst eine Klage des Deutschen Skiverbandes vor dem Internationalen Sportgerichtshof brachte die außergerichtliche Einigung. Die Klage wird nach Eintreffen der schriftlichen Bestätigung zurückgezogen.

© SID

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