Langlauf Weltcup
Ackermann kommt mit Verweis davon

Nach seinem Stockschlag gegen Hannu Manninen muss Ronny Ackermann keine Geldstrafe zahlen, bekommt aber einen schriftlichen Verweis. Am Wochenende in Ramsau will sich der Doppel-Weltmeister zudem entschuldigen.

Glimpflich davongekommen ist Ronny Ackermann nach seinem Stockschlag gegen seinen Erzrivalen Hannu Manninen (Finnland). Der Doppel-Weltmeister in der Nordischen Kombination erhält nur einen schriftlichen Verweis und muss keine Geldtsrafe zahlen. Diese per e-Mail mitgeteilte Entscheidung des internationalen Skiverbandes FIS bestätigte Bundestrainer Hermann Weinbuch dem sid.

Ackermann will sich beim Weltcup am Wochenende im österreichischen Ramsau offiziell bei Manninen entschuldigen. "Ronny akzeptiert den Verweis. Er weiß ganz genau, dass er Mist gebaut hat", sagte Weinbuch und kündigte einen deutsch-finnischen Friedensgipfel an: "Ronny, Hannu, der finnische Trainer und ich werden uns an einen Tisch setzen und die Sache bereinigen."

"Mir sind die Gäule durchgegangen"

Der drittplatzierte Ackermann hatte beim Weltcup in Lillehammer dem im Ziel am Boden liegenden Sieger Manninen mit einem absichtlichen Schlag mit dem Skistock eine Schramme und einen Bluterguss am Arm zugefügt. Eine Aktion, die der gestrauchelte deutsche Vorzeigeathlet mittlerweile bedauert: "Mir sind die Gäule durchgegangen. Deshalb werde ich mich auch bei Hannu entschuldigen."

Seinem Stockschlag soll eine unfaire Aktion von Manninen bei der letzten Abfahrt vorangegangen sein. Der Finne wurde von der FIS nach Aussage von Weinbuch jedoch nicht verwarnt. Sein angeblicher Bodycheck war auf keinem TV-Bild zu sehen.

Bislang kein offizielles Regelwerk für Fouls

Die Strafe für Ackermann fiel auch deshalb so glimpflich aus, weil es bislang kein offizielles Regelwerk für die immer häufiger werdenden Fouls bei den Winterzweikämpfern gibt. Nach dem Fall Ackermann soll nun aber der FIS-Kongress im Mai 2006 in Villamoura an der portugiesischen Algarve einen offiziellen Strafenkatalog erarbeiten und damit Rechtssicherheit schaffen.

Für künftige Fälle ab der kommenden Saison soll der Videobeweis gelten. Als Strafen sind Geldbußen und eine Art Rote Karte mit einer Sperre für das nächste Rennen im Gespräch. Weinbuch: "Bei uns wird mit Stöcken gestoßen und gehalten, Leute kommen mit Wunden im Ziel an oder man wird einfach von der Strecke gestoßen. Das darf nicht sein."

© SID

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