Langlauf Weltcup
Alle jagen Axel Teichmann

Als Gejagter geht Axel Teichmann in den Auftakt der Weltcup-Distanzrennen, die am Wochenende in Beitostölen anstehen. "Natürlich ist der Anspruch da, dass ich das Ding wieder gewinne", sagt der Weltcup-Titelverteidiger.

"Natürlich ist der Anspruch da, dass ich das Ding wieder gewinne." Das sagt Axel Teichmann, Weltcup-Titelverteidiger im Skilanglauf, vor den ersten Distanzrennen des Olympia-Winters, die am kommenden Wochenende im norwegischen Beitostölen auf dem Porgramm stehen. Der Thüringer aus Lobenstein sieht sich als "Mitglied der wohl stärksten Trainingsgruppe der Welt", aus der auch Jens Filbrich (Frankenhain) und Tobias Angerer (Vachendorf) mit Medaillen-Hoffnungen in den Olympia-Winter starten.

"Erst muss ich mich für die Olympischen Spiele qualifizieren, dann dort gesund und in Topform antreten und entsprechende Startplätze erkämpfen, ehe ich an die Medaille denke", analysiert Computer-Freak Teichmann gewohnt logisch seine Pläne für die Olympia-Saison: "Aktuell bin ich noch nicht so weit wie im Vorwinter, mir fehlt noch die Geschwindigkeit. Aber das Training ist diesmal ja auch anders angelegt."

Guter Eindruck bei Testrennen

Immerhin belegte der 26 Jahre alte Ex-Weltmeister bei internationalen Testrennen in Munio am finnischen Polarkreis vor knapp zwei Wochen unter fast 300 Startern schon mal die Ränge zwei (10km Klassisch) und fünf (15km Freistil). Die jeweils knapp vor dem Blondschopf mit dem Spitzbart eingekommenen Sieger Jens Filbrich (Klassisch) und Tobias Angerer (Freistil) sind in Oberhof Trainingspartner. Angerer stieß vor der Saison zur Gruppe von Coach Cuno Schreyl. "Durch ihn haben wir eine neue Gruppen-Dynamik", meint Teichmann: "Endlich mal neue Witze, über die man lachen kann."

Nach dem grandiosen WM-Winter, der für Teichmann trotz einer Erkältung unmittelbar vor der WM mit zwei Silbermedaillen in Oberstdorf sowie dem Weltcup-Gesamtsieg endete, sieht sich der Ausnahmeathlet in der Rolle des Gejagten, zumal er mit reichlich Vorschuss-Lorbeeren bedacht wird. Dennoch bleibt Teichmann cool: "Die letzte Saison ist vorbei und abgehakt. Jetzt gehen die Rennen von vorne los. Ich sehe mich auch nicht als Leitfigur. Ich stelle mich der Konkurrenz und fertig."

Platz unter den "Top Ten" angepeilt

Beim Saisonstart im Distanzbereich in Beitostölen wäre für Teichmann "ein Platz unter den besten Zehn okay". Bundestrainer Jochen Behle ist da noch optimistischer. "Teichmann, Filbrich und Angerer haben in Munio gezeigt, dass wir in der Vorbereitung nicht so viel verkehrt gemacht haben. Sie werden vorne das Niveau mitbestimmen und sich durchsetzen."

Ähnliches erwartet Behle auch von seinen beiden frisch verheirateten Ausnahme-Läuferinnen Claudia Künzel-Nystad (Oberwiesenthal) und Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl): "Beide sind in der Lage, ganz vorne mitzulaufen."

Sorgen bereitet dem Coach im Gegensatz zum Herrenbereich die Schlagkraft der Damen-Staffel. Allenfalls Steffi Böhler (Ibach) kann sporadisch mit den beiden Staffel-Olympiasiegerinnen mithalten. Eine starke vierte Frau wird noch gesucht. Viola Bauer (Oberwiesenthal) und Manuela Henkel (Oberhof) sollen sich als erste Anwärterinnen schon in Beitostölen beweisen.

© SID

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