Langlauf Weltcup
Angerer fast schon Weltcupsieger

Nur noch theoretisch ist Skilangläufer Tobias Angerer nach seinem dritten Platz beim Weltcup in Lahti der Gesamtsieg zu nehmen. Verfolger Alexander Legkow müsste alle ausstehenden vier Rennen gewinnen.

Bereits vier Rennen vor Saisonende stehen die Gesamtweltcupsieger sowohl bei den Herren als auch bei den Damen so gut wie fest. Tobias Angerer wird wohl wie im Vorjahr die große Kristallkugel erhalten. Der 29-jährige baute beim Weltcup in Lahti als Sprint-Neunter und Dritter im 15-km-Klassikrennen seine Führung in der Gesamtwertung vor dem pausierenden Alexander Legkow auf nur noch theoretisch einholbare 378 Punkte aus. Der Russe müsste die letzten vier Rennen gewinnen - tritt voraussichtlich aber schon beim Sprint am Mittwoch in Drammen gar nicht an. Bei den Damen steht die Finnin Virpi Kuitunen als Gesamtsiegerin fest.

"Praktisch bin ich nicht mehr einzuholen, da Legkow im Sprint nicht dabei sein wird. Aber aus Respekt vor den Kollegen nehme ich die Glückwünsche jetzt nur ungern an", sagte ein strahlender Angerer und fügte kopfschüttelnd hinzu: "Unglaublich, als ich 2001 nicht für die WM in Lahti nicht nominiert wurde, da wollte ich schon aufhören - und jetzt stehe ich hier auf dem Podest."

Die deutschen Asse setzten ihre Erfolgsserie im Gesamtweltcup fort: Rene Sommerfeldt (2004), Axel Teichmann (2005) und nun zweimal Angerer holten sich die Krone. "Ich habe eine gute Grundlage, war vier Jahre nicht krank - da kann man so eine Saison gut bis zuletzt durchstehen", meinte Angerer.

Angerer 26,7 Sekunden hinter dem Sieger

Im weichen Schnee von Lahti war der Staffel-Olympiazweite vom SC Vachendorf, zweifacher Medaillen-Gewinner der WM von Sapporo, über 26,7 Sekunden langsamer als der siegreiche Norweger Odd-Björn Hjelmeset. Nur 0,6 Sekunden fehlten ihm zum zweitplatzierten Eldar Rönning (Norwegen). Den Freistilsprint hatte am Samstag dessen Landsmann Petter Northug gewonnen.

In ihrer möglicherweise letzten Saison schaffte Bauer über 10km in Abwesenheit der an Grippe erkrankten Evi Sachenbacher-Stehle überraschend den Sprung auf das Podest. "Besonders schön ist, dass ich mich diesmal gleich freuen kann", meinte die 30-jährige Oberwiesenthalerin: "Die Bronzemedaille vom olympischen Jagdrennen 2002 gab es ja erst drei Jahre später."

Sachenbacher-Stehle entscheidet nach Saison über Karriereende

Die endgültige Entscheidung über das mögliche Karriereende will sie erst nach dem Saisonfinale treffen. Cheftrainer Jochen Behle freute sich über den ersten Podestplatz im Distanz-Weltcup des Winters für seine Frauen: "Viola hat es sich wirklich verdient."

Die Staffel-Olympiazweite kam 28,9 Sekunden hinter der siegreichen Kristina Smigun aus Estland ins Ziel. Zweite wurde die Russin Olga Sawjalowa mit 26,7 Sekunden Abstand. Kuitunen machte im Sprint-Wettbewerb am Samstag mit ihrem siebten Saisonerfolg bereits den Gesamtweltcup-Triumph perfekt, belegte über die 10km dann Rang zwölf.

Vor den letzten vier Saisonrennen liegt Angerer (951 Punkte) sicher vor Legkow (573), da für einen Sieg nur 100 Punkte vergeben werden. "Das Ding haben wir abgehakt. Da rechne ich überhaupt nicht mehr nach", meinte Behle lächelnd.

© SID

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