Langlauf Weltcup: Angerer gewinnt bei WM-Generalprobe

Langlauf Weltcup
Angerer gewinnt bei WM-Generalprobe

Bei seinem dritten Saisonsieg hat sich Skilangläufer Tobias Angerer im chinesischen Changchun wenige Tage vor WM-Beginn in optimaler Verfassung präsentiert.

Gelungene WM-Generalprobe für Skilangläufer Tobias Angerer im chinesischen Changchun: Sechs Tage vor Beginn der Titelkämpfe im japanischen Sapporo feierte der Bayer nach 15 km seinen neunten Weltcup-Erfolg mit 9,9 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Vincent Vittoz. Angerer hat damit seinen zweiten Gesamtweltcup-Sieg in Folge fast sicher, das deutsche Team unterstrich mit sechs Top-Ten-Plätzen im chinesischen Changchun zudem seine Medaillenambitionen für den Saisonhöhepunkt.

"Ich bin wahnsinnig zufrieden, alles passt bestens und zum Gesamtweltcup habe ich auch einen Riesenschritt gemacht. Jetzt reise ich mit einem gesunden Selbstbewusstsein zur WM", erklärte Angerer, der nach dem Zieldurchlauf glücklich die Skistöcke in den blauen Himmel reckte: "Natürlich bin ich jetzt einer der großen Goldfavoriten bei der WM, aber mit dem Druck kann ich umgehen. Das hat bei der Tour de Ski auch geklappt." Als "kleines Taschengeld" kassierte Angerer 25 000 Euro Prämien und hat als Nummer 1 der Welt 289 Punkte Vorsprung im Gesamtweltcup.

5 000 Arbeiter im Einsatz

Auf dem von etwa 5 000 Arbeitern mit Körben herangeschafften und dann mit den Füßen platt getretenen Kunstschnee in einem Naturpark zeigten die zu sechst unter die Top 15 gelaufen Deutschen eine überragende Teamleistung. Franz Göring (Zella-Mehlis) wurde Sechster, Axel Teichmann (Lobenstein) lief als "Lokomotive" von Angerer auf den letzten Kilometern auf Rang acht. "Bei den Männern habe ich sehr gutes Gefühl für die WM. Tobi ist natürlich einer der Goldfavoriten", erklärte Bundestrainer Jochen Behle: "Wir wollen bei der WM zwischen zwei und fünf Medaillen holen. Bei den Frauen haben wir allerdings nur in den Teamrennen eine Chance aufs Podest."

"Das war richtig zäh"

Stefanie Böhler (Ibach) als Sechste, Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) als Achte direkt vor Katrin Zeller (Oberstdorf) liefen zwar unter die besten Zehn, verloren über zehn km allerdings über eineinhalb Minuten auf die überlegene Siegerin Katerina Neumannova (Tschechien). "Das war richtig zäh, ich hatte die Zeitumstellung noch nicht überwunden. Aber ich bin bereit für Sapporo", erklärte Sachenbacher-Stehle. Steffi Böhler relativierte eines der besten Resultate ihrer Karriere: "Das war eine gute Platzierung nach meiner Erkältung, aber die Konkurrenz war ja nicht so groß."

Während bei den Damen ein Großteil der Weltelite auf den Start verzichtete, waren bei den Männern die meisten Topathleten am Start. Die Deutschen konnten erst verspätet anreisen, weil der Flughafen von Changchun wegen eines Sturms gesperrt war. Angerer: "48 Stunden Anreise zehren schon an den Nerven. Wir sind Montag losgeflogen, Mittwoch waren wir da. Aber der Sieg wiegt alles auf."

© SID

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