Langlauf Weltcup
Angerer gewinnt in La Clusaz

Tobias Angerer hat beim Weltcup in La Clusaz/Frankreich für ein deutsches Glanzlicht gesorgt: Im 30km-Langlauf der Männer setzte sich der Vachendorfer vor den Russen Alexander Legkow und Jewgeni Dementjew durch.

Langläufer Tobias Angerer hat seinen ersten Saisonsieg im Weltcup gefeiert. Mit der Siegerfaust steil in den blauen Himmel gereckt, schrie Tobias Angerer mit einem langgezogenen "Jaaaa" seinen Jubel heraus: Mit einem furiosen Schlussspurt schaffte der Weltcup-Titelverteidiger aus Vachendorf endlich den ersten Triumph und brachte in La Clusaz/Frankreich das deutsche Favoritenteam in die Siegspur zurück.

"Ich bin total erleichtert und froh. Meine Taktik ist zu 100 Prozent aufgegangen. Ich wusste, dass ich es noch kann", meinte Angerer nach seinem gelungenen Coup. Am Ende des 30-km-Freistilrennens hängte der 29-Jährige die beiden Russen Alexander Legkow und Jewgeni Dementjew ab und feierte den zehnten Solosieg seiner Weltcup-Karriere. Axel Teichmann (Lobenstein) und Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal) kamen auf den Rängen fünf und acht ebenfalls in die Top ten.

"Ich wusste, dass der Dementjew auf der Zielgerade der Schnellste ist und wollte ihn vorher abhängen. Das hat geklappt", schilderte Angerer die Entscheidung, die er selbst mit einem Antritt am vorletzten Anstieg herbeiführte. Der bis dahin führende Schwede Anders Södergren war ebenso geschlagen wie Teichmann. Biathlon-Seriensieger Ole Einar Björndalen (Norwegen), der im November einmal alle Langläufer düpiert hatte, verabschiedete sich ebenfalls aus der Spitze und fiel sogar auf Rang 16 zurück.

Lob vom Bundestrainer

"Sehr gut gemacht", lobte im Ziel Bundestrainer Jochen Behle seinen Vorzeigeläufer. "Tobi hat immer die Übersicht behalten und selbst in der entscheidenden Rennsituation die Attacke gesucht. Das kann man als perfekt bezeichnen." Behle lobte auch Teichmann und Sommerfeldt für ihre bislang besten Saisonleistungen: "Das war die richtige Antwort von uns vor der Tour de Ski."

Angerer, der sich voll auf das Ende Dezember in Nove Mesto/Tschechien beginnende Etappenrennen nach dem Vorbild der Tour de France konzentriert und deshalb zuletzt sogar auf ein Weltcup-Rennen verzichtete, sah das ähnlich: "Das war der richtige Startschuss für mich und das ganze Team. Jetzt wollen wir zeigen, dass wir ganz vorne mitmischen können."

Weltcup-Spitzenreiter Eldar Rönning (Norwegen) hatte diesmal mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun und landete mit über vier Minuten Rückstand auf dem 51. Platz. Mit 332 Punkten führt der dreimalige Saisonsieger aber die Gesamtwertung weiter vor seinem Landsmann Tor Arne Hetland (252) an. Angerer (202) rückte auf Platz drei vor.

© SID

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