Langlauf Weltcup
Angerer sichert sich erneut den Gesamtweltcup

Tobias Angerer hat sich erneut den Langlauf-Gesamtweltcup gesichert. Der 29-Jährige verzichtete zwar am Mittwoch auf den Sprint-Weltcup in Norwegen, profitierte aber davon, dass auch Rivale Alexander Legkow nicht antrat.

Jubel bei Tobias Angerer: Der Vachendorfer hat seinen Triumph im Gesamtweltcup als erster deutscher Skilangläufer erfolgreich verteidigt. Der 29-Jährige trat zwar am Mittwoch zum Sprint-Weltcup in Drammen in Norwegen nicht an, profitierte aber davon, dass sein einzig verbliebener Rivale im Kampf um den Gesamtsieg, der Russe Alexander Legkow, ebenso auf den Start in Norwegen verzichtete. Angerer ist deshalb drei Rennen vor Saisonschluss nicht mehr von der Spitze der Gesamtwertung zu verdrängen.

Angerer setzt deutsche Serie fort

Der 30-km-Vizeweltmeister setzt die Serie deutscher Gesamtsiege der letzten vier Jahre fort. 2004 hatte Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal) triumphiert, 2005 Axel Teichmann (Lobenstein). Vor Angerer, der bereits im Vorjahr das Gesamtklassement nach Belieben dominierte, hatte zuletzt der Schwede Per Elofsson (2001 und 2002) den Gesamt-Titel erfolgreich verteidigt. In der Weltcup-Geschichte gelang dieses Kunststück außerdem nur noch dem Norweger Björn Dählie in den 90er sowie dem Schweden Gunde Svan in den 80er Jahren.

Behle: "Jetzt ist der Tobi ein ganz Großer

"Dieser Titelgewinn macht mich schon sehr stolz. Als ich mit dem Langlauf begonnen habe, war Gunde Svan ein riesengroßes Vorbild für mich. Dass ich jetzt etwas Ähnliches ereicht habe wie er, hätte ich mir damals aber auch nicht träumen lassen", sagte Angerer daheim in seinem Elternhaus in Traunstein. "Jetzt ist der Tobi ein ganz Großer. Er hat diese Saison in beeindruckender Manier bestimmt und in fast allen Rennen gepunktet", ergänzte Bundestrainer Jochen Behle.

Lob für den in Oberhof trainierenden Bayern kam auch von der Konkurrenz: "Angerer ist ein freundlicher und ehrlicher Mensch, der immer mit fairen Mitteln kämpft. Wir gratulieren ihm herzlich", erklärte Russlands Trainer Juri Tschaikowski in Drammen. Und sein norwegischer Kollege Morten Djupvik fand: "Angerer war von Anfang bis Ende der Beste in diesem Winter. Er ist der einzig richtige Gewinner."

Grundstein zum Gesamtsieg durch Gewinn der "Tour de Ski"

Den Grundstein zum überlegenen Gesamtsieg legte der Sportsoldat im Range eines Oberfeldwebels durch den Gewinn der "Tour de Ski" Anfang Januar, der mit 400 Weltcup-Punkten belohnt wurde. Als Top-Favorit der WM in Sapporo aber blieb er ohne die erhoffte Goldmedaille. "Klar wäre ich in Sapporo gerne einmal ganz oben auf dem Siegertreppchen gestanden, aber ich hatte Pech mit dem Wetter. Aber WM-Rennen sind Momentaufnahmen. Der Gesamtweltcup hat einen deutlich höheren Stellenwert. Denn über das ganze Jahr gesehen, setzt sich am Ende eben immer der Beste durch."

Der Weltcup-Gewinner reist am Donnerstag zum 50-km-Rennen nach Oslo und wird die Große Kristallkugel des Gesamtsiegers nach dem Weltcup-Finale am 25. März in Falun überreicht bekommen.

© SID

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