Langlauf Weltcup
Behle vor Weltcup-Start optimistisch

Das Saisonziel ist die WM. Doch vor dem heutigen Weltcup-Auftakt sind Tobias Angerer und Evi Sachenbacher schon in guter Form. Langlauf-Bundestrainer Jochen Behle ist optimistisch.

Spätstarter Axel Teichmann braucht noch Zeit, doch Tobias Angerer und Evi Sachenbacher nehmen das Podest ins Visier: Nach den starken Ergebnissen in den letzten Tests starten die deutschen Skilangläufer am heutigen Samstag in Gällivare erfolgshungrig in die Weltcup-Saison. "Wir erwarten zwar keine Wunder, sind aber durchaus sehr optimistisch", sagt Bundestrainer Jochen Behle.

Den Gesamtweltcup haben Angerer (Vachendorf) und Teichmann (Bad Lobenstein) bereits gewonnen, weshalb der Erfolgsdruck im hohen Norden Schwedens verschwindend gering ist. Der Fokus liegt in diesem Jahr ohnehin auf der WM in Oslo. In der Wiege des Nordischen Skisports soll der große Coup gelandet werden. "In der Staffel waren wir so oft Zweiter. Da wollen wir endlich ganz nach oben", sagt Teichmann.

Insofern hat der Auftakt in Gällivare, wo das Team seit Donnerstag komplett versammelt ist, doch einen erhöhten Stellenwert. Denn nach den Freistil-Einzeln am Samstag folgen am Tag darauf gleich die ersten Staffeln. Bis zum Saisonhöhepunkt in Norwegen stehen danach nur noch zwei weitere Staffeln auf dem Programm.

"Die Vorbereitung war einfach super"

Während Teichmann traditionell ein paar Wettkämpfe mehr braucht, um den Rhythmus zu finden, ist der Rest des Teams schon weiter. Bei den hochkarätig besetzten Testrennen am vergangenen Wochenende im finnischen Munio waren die Olympiazweiten Angerer und Tim Tscharnke (Biberau) auf das Podest gestürmt.

Bei den Frauen hatten Sachenbacher (Reit im Winkl), Nicole Fessel (Oberstdorf) und Steffi Böhler (Ibach) den Sprung unter die besten Sechs geschafft. "Die Vorbereitung war einfach super, ich bin voll motiviert. In Gällivare will ich einen guten Start hinlegen", sagt Sachenbacher.

Angerer-Erzrivale Northug noch nicht fit

Während bei den Frauen die üblichen Verdächtigen wie die Slowenin Petra Majdic und Polens Olympiasiegerin Justyna Kowalczyk die Favoritinnen in Gällivare sind, kommt die härteste Konkurrenz bei den Männern aus den USA und dem Osten. "Was Kris Freeman und die Russen in den Tests gezeigt haben, war schon richtig gut", sagt Teichmann.

In Doppel-Olympiasieger Petter Northug fällt zumindest ein starker Gegner aus. Der Norweger ist nach Krankheit noch nicht fit. Angerer, der vermehrt an seiner Maximalkraft gearbeitet hat, um auf den letzten Rennkilometer noch die nötige Power zu haben, muss sich bis zum nächsten Duell mit seinem Erzrivalen also noch gedulden.

Die Leitwölfe Angerer und Teichmann, aber auch Jens Filbrich (Frankenhain) werden in diesem Winter im Hinblick auf die WM längere Wettkampfpausen von Behle erhalten. "Wir werden mit unseren Kräften haushalten müssen", meint der Bundestrainer. Deshalb plane man, konsequent die jungen Athleten einzusetzen, um sie langsam an den Weltcup zu gewöhnen.

© SID

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