Langlauf Weltcup
Böhler erfüllt mit achtem Platz Olympia-Norm

Beim Sprintweltcup im finnischen Kuusamo hat Stefanie Böhler mit dem achten Platz die Olympia-Norm erfüllt. Axel Teichmann und Evi Sachenbacher-Stehle scheiterten im Viertelfinale.

Bestes deutsches Einzelresultat des Winters und als Erste das Olympia-Ticket gelöst: Skilangläuferin Stefanie Böhler war nach ihrem achten Platz von Kuusamo überglücklich. "Jetzt muss ein Ruck durchs Team gehen. Wir kommen schon noch", sagte die 28-Jährige. Nach dem enttäuschenden deutschen Weltcup-Auftakt vor einer Woche mit keinem Platz unter den Top 20 rettete Böhler im Klassik-Sprint in Finnland im Alleingang die Bilanz.

Die Staffel-Vizeweltmeister Axel Teichmann (Lobenstein/25.) und Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl/24.) waren bereits im Viertelfinale gescheitert. Sprint-Spezialist Josef Wenzl erlebte beim missglückten Debüt seines neuen Trainers Tor Arne Hetland mit Platz 61 gar ein Debakel. Die Siege plus jeweils 15 000 Schweizer Franken Siegprämie gingen an die neue Gesamtweltcup-Spitzenreiterin Justyna Kowalczyk (Polen) und Ola Vigen Hattestad (Norwegen).

Behle: "Mit den Sprintspezialisten bin ich noch nicht zufrieden"

"Steffi hat mehr geleistet als erwartet. Mit den Sprint-Spezialisten wie Wenzl bin ich noch nicht zufrieden", kommentierte Bundestrainer Jochen Behle: "Aber wir können nicht gleichzeitig die Grundlagen für Olympia in zweieinhalb Monaten legen und spritzig-fidel auftreten."

Das gelang lediglich Böhler, die im Viertelfinale als Zweite weiterkam und als Vierte im Halbfinale nur knapp den großen Endlauf verpasste. "Ich bin aber mit dem achten Platz sehr zufrieden. Nach dem letzten Wochenende war das nicht zu erwarten", sagte die mit immerhin 750 Schweizer Franken Taschengeld belohnte Böhler und grinste: "Es ist beruhigend, die Olympia-Norm in der Tasche zu haben und zu wissen, dass es noch besser geht."

Wenzl: "Welt geht nicht unter"

Wesentlich besser sollte es beim Heim-Weltcup am kommenden Wochenende in Düsseldorf nach dem Fehlstart von Kuusamo für Josef Wenzl laufen. Dann muss der einzige echte deutsche Sprint-Spezialist auch nachweisen, warum ihm sein neuer norwegischer Coach Hetland eine Olympiamedaille in Vancouver zutraut. "Natürlich wäre ich gern schneller gewesen, aber die Welt geht nicht unter. Wir haben sehr gut trainiert, aber ich war einfach noch nicht spritzig genug", sagte Wenzl.

Katrin Zeller (33.), Nicole Fessel (beide Oberstdorf/41.) und Denise Hermann (Oberwiesenthal/48.) waren ebenfalls in der Qualifikation gescheitert. Am Sonntag stehen noch die Jagdrennen auf dem Programm - dort sind Teichmann und Tobias Angerer Mitfavoriten.

© SID

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