Langlauf Weltcup
Deutsche Damen zeigen Konkurrenz die Hacken

Beim Langlauf-Weltcup im französischen La Clusaz hat die deutsche Damen-Staffel über 4x5km die Konkurrenz überraschend entzaubert. Im Ziel lag das DSV-Quartett 12,7 Sekunden vor Schweden und weitere zwei vor Tschechien.

Evi Sachenbacher-Stehle hat der deutschen Frauen-Staffel beim Weltcup im französischen La Clusaz mit einem Zwischenspurt einen überraschenden Sieg über die 4x5km beschert. Die 26-Jährige lag zunächst fast zehn Sekunden hinter der Spitze zurück, überholte aber zu Beginn der letzten 2,5-km-Runde noch ihre nachlassenden Rivalinnen aus Schweden und Finnland. Stefanie Böhler aus Ibach, die Oberwiesenthalerinnen Viola Bauer und Claudia Künzel-Nystad sowie Sachenbacher-Stehle aus Reit im Winkl lagen am Ende im Ziel in 56:14,6 Minuten 12,7 Sekunden vor Schweden und 14,7 Sekunden vor Tschechien.

"Ich hätte nie gedacht, dass ich die Kuitunen noch einholen kann, aber dann war die so langsam. Da musste ich überholen", schilderte Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) die überraschende Szenerie auf der Schlussrunde der 4x5-km-Staffel. Von Stefanie Böhler (Ibach), Viola Bauer und Claudia Künzel-Nystad (beide Oberwiesenthal) hatte die 26-Jährige 13 Sekunden Rückstand zum führenden finnischen Favoriten-Quartett mit auf die Schlussrunde bekommen, hängte dort aber die Vortagessiegerin (15-km-Erfolg vor ihrer Teamgefährtin Riitta Liisa Roponen/9. Sachenbacher) und Weltcup-Spitzenreiterin locker ab.

Die Erklärung für den spektakulären Einbruch der dreimaligen Saisonsiegerin Kuitunen folgte nach dem deutschen Coup. Kuitunen hatte einen Hexenschuss erlitten. "So läuft es eben manchmal im Langlauf", meinte Jochen Behle. "Wichtig war, dass die Evi nie aufgegeben hat. Heute sind unsere Mädels für ihren Kampfgeist belohnt worden und sollten diesen Sieg genießen." Es war der größte Erfolg seit den Triumphen bei den Olympischen Spielen 2002 und bei der Nordischen WM 2003.

© SID

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