Langlauf Weltcup
Deutsche Langläufer überzeugen bei Norwegen-Gala

Beim Weltcup-Auftakt der Skilangläufer in Düsseldorf haben Eldar Rönning und Marit Björgen für einen norwegischen Doppelerfolg gesorgt. Tobias Angerer belegte Rang vier, Evi Sachenbacher-Stehle gewann das B-Finale.

Überraschend gut abgeschnitten haben die deutschen Langläufer beim Weltcup-Auftakt in Düsseldorf und den Fall Sachenbacher erfolgreich ausgeblendet. Zwischen Königsallee und Rhein sicherten sich die beiden Norweger Eldar Rönning und Vorjahressiegerin Marit Björgen die Spitzenplätze in den Sprintrennen.

Bei Rönnings erstem Weltcup-Erfolg sorgte Gesamtweltcupsieger Tobias Angerer aus Vachendorf im Finale nach 1,5km als Vierter für ein unerwartetes Top-Ergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV). Josef Wenzl aus Zwiesel aus der neu gegründeten Sprintgruppe des DSV rundete nach einem Sturz im Finale mit Rang sechs das starke Resultat ab. Oystein Pettersen und Tor Arne Hetland machten den norwegischen dreifach-Erfolg perfekt.

Sachenbacher-Stehle trotz Bronchitis Siebte

Die Olympiazweite Evi Sachenbacher-Stehle, deren Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung wegen ihrer erhöhten Hämoglobinwerte vor wenigen Tagen vom Ski-Weltverband FIS abgelehnt worden war, präsentierte sich zum Saisonstart auf der 0,8km langen Strecke ebenfalls in ansprechender Verfassung, schied im Halbfinale aus und landete als beste DSV-Läuferin nach ihrem Sieg im B-Finale auf Platz sieben.

"Es war noch ein bisschen ungewohnt. Ich bin nicht optimal reingekommen. Dann lief es aber. Mit Platz sieben hätte ich nicht gerechnet", erklärte die 25-Jährige aus Reit im Winkl, die immer noch ein wenig an den Folgen ihrer Bronchitis der vergangenen Tage litt.

Neue Sprintgruppe überzeugt

Während sich Sachenbacher-Stehle über ihre gute Platzierung freuen konnte, lieferte die neue deutsche Sprintgruppe mit dem finnischen Chefcoach Ismo Hämäläinen eine beeindruckende Vorstellung ab. Neben dem 21-jährigen Wenzl, der schon im Prolog die zweitbeste Zeit auf der 1,5km langen Strecke erreichte, und Angerer überzeugte auch Erik Hänel (Oberwiesenthal), der ins Semifinale einzog und am Ende Rang zwölf belegte.

Tobias Angerer war nach seinem vierten Platz überglücklich: "Für einen Distanzläufer wie mich wird es immer schwieriger. Es gibt immer mehr Spezialisten. Die Zuschauer haben mich über die Strecke getragen."

Teamrennen am Sonntag

Weniger gut lief es für den viermaligen Düsseldorf-Sieger Peter Larsson aus Schweden, der nach einem Sturz im Viertelfinale ebenso wie sein Landsmann und Olympiasieger Björn Lind vorzeitig scheiterte. Die Olympiazweite Claudia Künzel (Oberwiesenthal) war ebenfalls im Viertelfinale ausgeschieden.

Die ehemaligen Gesamt-Weltcupsieger Axel Teichmann (Lobenstein) und Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal) waren nicht am Start. Insgesamt gingen 146 Teilnehmer aus 23 Nationen auf die Loipe, am Sonntag werden noch die Teamwettbewerbe ausgetragen.

© SID

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