Langlauf Weltcup
Deutsche Skilangläufer sprinten am Podest vorbei

Beim Skilanglauf-Weltcup in Kuusamo sind die deutschen Langläufer deutlich an den Podestplätzen vorbei gesprintet. Bei den Herren konnte Axel Teichmann mit seinem Sieg im B-Finale für ein wenig Ergebnis-Korrektur sorgen.

Die deutschen Skilangläufer sind beim Skilanglauf-Weltcup im finnischen Kuusamo nur hinterher gefahren. Ein wenig Ergebnis-Kosmetik gab es jedoch: Immerhin konnte der ehemalige Gesamtweltcupsieger Axel Teichmann (Lobenstein) beim Klassik-Sprint das B-Finale gewinnen und mit seinem siebten Platz die WM-Norm erfüllen. Im A-Finale gab es einen norwegischen Fünfach-Sieg. Bei den Damen landeten Manuela Henkel (Oberhof) und Steffi Böhler (Ibach) beim Überraschungssieg der Slowenin Petra Majdic auf den Plätzen neun und zehn.

"Dieses Ergebnis baut mich brutal auf, es war das absolute Optimum. Schließlich bin ich kein Sprinter, sondern Distanzspezialist", erklärte Dauer-Pechvogel Teichmann, der sich nach einem mehrfachen Bänderriss im Sommer wieder an die Weltspitze herangearbeitet hat. Nachdem er im Viertelfinale von einer Kollision zwischen zwei Finnen profitiert hatte, sparte Teichmann im Halbfinale Kräfte ("Da hatte ich keine Chance") und nutzte im B-Finale mit dem Sieg vor dem Gesamtweltcup-Spitzenreiter Eldar Rönning seine Chance. Beim Triumph von Jens Arne Svartedal im A-Finale vor Oddbjörn Hjelmeseth und Tor Arne Hetland war er so am Ende zweitbester Nicht-Norweger.

Behle: Aufwärtstrend erkennbar

"Der Axel hat ein Klasserennen gemacht. Auch bei den Damen ist mit zwei Läuferinnen im B-Finale und sechs unter den besten 30 ein Aufwärtstrend erkennbar", kommentierte Bundestrainer Jochen Behle die Resultate. Henkel verpasste als Dritte im Halbfinale nur um 0,3 Sekunden den Einzug ins Finale und wurde auch im B-Endlauf Dritte vor Böhler. "Ich hab in diesem Winter noch nicht so viel erreicht, so gesehen kann ich mit Platz neun zufrieden sein", meinte Henkel.

Die Staffel-Olympiazweiten Claudia Künzel (Oberwiesenthal) und Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) waren jeweils als Vierte in den Viertelfinals gescheitert. "Klassik-Sprint ist halt nicht meine Disziplin. Das Viertelfinale war das Maximum", sagte Künzel.

Sachenbacher-Stehle fehlte die Spritzigkeit: "Ich kann einfach noch nicht an meine Grenzen gehen." Viola Bauer (Oberwiesenthal) und Nicole Fessel (Oberstdorf) schieden als Letzte in ihren Viertelfinals aus, sammelten aber immerhin noch Weltcup-Punkte.

Eine komplette Enttäuschung war dagegen die verjüngte Sprint-Gruppe, aus der kein Läufer den Sprung in die K.o.-Rennen der besten 30 schaffte. Josef Wenzl (Zwiesel), beim Weltcup-Auftakt in Düsseldorf immerhin Sechster, enttäuschte auf Platz 47. Sprint-Bundestrainer Ismo Hämäläinen: "Ich bin frustriert. Die Jungs haben nicht so gute Arbeit abgeliefert."

© SID

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