Langlauf Weltcup
"Fall Sachenbacher" wirft Schatten auf Düsseldorf

Der Weltcup-Auftakt der Langläufer in Düsseldorf soll wieder ein fröhliches Spektakel werden, doch schon im Vorfeld ziehen im deutschen Lager dunkle Wolken auf: Der "Fall Sachenbacher" trübt die Stimmung im Team.

Das Hämoglobin-Hickhack um Evi Sachenbacher-Stehle entpuppt sich vor dem Saisonstart in Düsseldorf als Stimmungskiller für die erfolgreichen deutschen Skilangläufer. Während der Deutsche Skiverband (DSV) eine mögliche Klage gegen die Verweigerung der Ausnahmegenehmigung für die Olympiazweite prüft, werden am Wochenende vor 50 000 Fans am Rheinufer wieder mal andere Themen das sportliche Geschehen überlagern.

"Für die Mannschaft ist die Situation eindeutig eine Belastung. Es ist nervig, dass der Sport uninteressant wird und es nur noch um Blutwerte geht", sagte Bundestrainer Jochen Behle dem sid: "Für Evi ist das speziell schlimm. Da wird von Doping geredet, obwohl sie bei Olympia nur eine Schutzsperre bekommen hat, die damit überhaupt nichts zu tun hat. Alle deutschen Skilangläufer sind sauber."

DSV fürchtet Image-Schaden

Auch für das Image des Verbandes ist die ewige Diskussion um Evi Sachenbacher-Stehle nicht unbedingt förderlich, aber eine Entscheidung über die Reaktion auf den Spruch des Weltverbandes FIS soll es frühestens nächste Woche und damit nach dem Rennen in Düsseldorf geben. "Wir haben noch keinen schriftlichen Bescheid in der Hand. Theoretisch könnte man vor ein normales Gericht gehen oder natürlich vor den Internationalen Sportgerichtshof ziehen", sagte DSV-Rechtsbeistand Werner Scheuer.

"Die Situation ist nicht so einfach, speziell wenn ich zu Wettbewerben oder Training in die Höhe gehe, wo der Hämoglobinwert steigt. Da musst du ja immer Angst vor einer Schutzsperre haben", gibt Sachenbacher-Stehle zu. Zum Glück liegt Düsseldorf nur 39 Meter über dem Meeresspiegel. Der Start der einstigen Strahlefrau ist trotzdem noch nicht gänzlich gesichert, weil sie an einer Bronchitis leidet: "Aber ich möchte gern laufen, obwohl mir in Düsseldorf die Berge fehlen."

© SID

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