Langlauf Weltcup
Hattestad und Majdic sprinten in Italien zum Sieg

Der Norweger Ola Vigen Hattestad hat den Langlauf-Sprint der Männer in Valdidentro gewonnen, bei den Frauen siegte Petra Majdic aus Slowenien. Die Deutschen gingen leer aus.

Achtungserfolg für die Frauen, Pleite für die Männer: Evi Sachenbacher-Stehle hat im Freistil-Sprint beim Langlauf-Weltcup in Valdidentro Platz acht belegt, Nicole Fessel folgte einen Rang dahinter. Dagegen hatten die Männer ohne ihre Top-Athleten Axel Teichmann und Tobias Angerer im bitterkalten Italien nichts mit den Entscheidungen zu tun.

"Evi hat sich stark präsentiert, und insgesamt hatten wir drei Leute im Halbfinale, das ist in Ordnung. Schade, dass es nicht bis ins Finale gereicht hat", sagte Bundestrainer Jochen Behle. Etwas enttäuscht war Behle von den Männern, bei denen Josef Wenzl im Viertelfinale ausschied: "Von Josef muss man einfach mehr erwarten."

Sachenbacher blickt nun optimistisch zur WM nach Liberec. "Das gibt auf jeden Fall Selbstvertrauen. Die Saison verlief bisher nicht so gut, doch jetzt bin ich fit", sagte sie. Manuela Henkel komplettierte als Elfte das gute Team-Ergebnis, doch Behle blieb realistisch: "Das WM-Finale traue ich momentan keiner der Frauen zu. Das Halbfinale wäre schon okay."

Siege für Hattestad und Majdic



Die Siege sicherten sich die Slowenin Petra Majdic sowie der Norweger Ola Vigen Hattestad. Sprint-Königin Majdic verwies die Finnin Pirjo Muranen und die Italienerin Magda Genuin auf die Plätze und sicherte sich die Saison-Wertung in der Disziplin. Hattestad setzte sich vor dem Russen Alexej Petuchow und dem Schweden Emil Jönsson durch.

Zwar sind Sachenbacher und Co. noch ein gutes Stück von den Podestplätzen entfernt, jedoch dienten die Rennen in der Lombardei nach einem zehntägigen Trainingslager der Formfindung. "Nach dem Lehrgang in Toblach wollten wir zunächst zurück vom Trainings- in den Wettkampfrhythmus finden", sagte Behle.

Behle sieht Leistungen der Herren kritisch

Trotz des "Bonus" Trainingslager beäugte Behle die Leistungen seiner Männer kritisch. Ohne die pausierenden Teichmann und Angerer hatten sie in der Konkurrenz nichts zu melden. Wie Wenzl, der 2007 bereits in Düsseldorf gewonnen hatte und in diesem Jahr in Vancouver auf das Podest gesprintet war, schied auch Oliver Wünsch (Großwaltersdorf) im Viertelfinale aus.

"Mit zwei Leuten in den Punkten muss man eigentlich zufrieden sein. Josef fehlt noch die nötigen Wettkämpfe", sagte Behle. Wenzl (Zwiesel) lässt folglich die Distanzrennen am Samstag aus und nimmt stattdessen an weiteren Sprints teil. Daniel Heun (Gersfeld) und Lars Hänel (Oberwiesenthal) scheiterten in der Qualifikation.

Am Samstag mit Teichmann und Angerer

Am Samstag rechnen sich die Männer mit Teichmann und Angerer über die klassischen 15 Kilometer größere Chancen auf das Podest aus. Die Rennen sind zudem eine optimale Vorbereitung für die am Mittwoch startende WM in Liberec, da dort die ersten Entscheidungen ebenfalls in der klassischen Technik fallen.

© SID

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