Langlauf Weltcup
Langläufer belegen ohne Angerer nur Platz sieben

Ohne den erkrankten Tobias Angerer hat die deutsche Langlauf-Staffel beim Weltcup in La Clusaz den siebten Platz belegt. Das Frauenteam wurde vor dem letzten Rennen abgemeldet.

Krankeit, Sturz und Stockbruch: Beim Weltcup in La Clusaz lieferten die deutschen Skilangläufer eine selten erlebte Pannenserie ab und rannten den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Die ersatzgeschwächte Männer-Staffel enttäuschte bei Norwegens Sieg als Siebter, die Frauen konnten beim finnischen Erfolg gar nicht erst antreten, weil sich Evi Sachenbacher-Stehle krank abmeldete.

Zuvor hatten auf dem Hochplateau in den französischen Alpen die Norweger Petter Northug (30km) und Kristin Störmer Steira (15km) die Einzelrennen gewonnen. Tom Reichelt und Claudia Nystad (beide Oberwiesenthal) waren als 14. noch die besten deutschen Läufer. Der zweimalige Weltcup-Gesamtsieger Tobias Angerer (Vachendorf) wurde 56., legte sich danach mit Fieber ins Bett und reiste ebenso vorzeitig ab wie Sachenbacher.

"Diesmal passte wirklich gar nichts zusammen. Das ist nicht das, was wir von uns selbst erwarten. Da brauchen wir gar nicht zu diskutieren", kommentierte Bundestrainer Jochen Behle den bislang schwächsten Auftritt seiner Mannschaft im vorolympischen Winter. "Ein dickes Fragezeichen" setzte Behle hinter den Einsatz von Angerer und Sachenbacher beim kommenden Weltcup in Davos (13./14. Dezember). "Die Tour de Ski ist nicht mehr lange hin. Da brauchen wir alle Leute in guter Verfassung", meinte der Coach.

Geschwächtes deutsches Team am Start

Ohne den wegen Verletzung nicht angereisten Gesamtzweiten der Vorsaison Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal) und Angerer konnte die 4x10-km-Staffel nicht an den guten Auftritt beim dritten Platz zwei Wochen zuvor in Gällivare anknüpfen. Startläufer Franz Göring überschätzte seine Kräfte, brach am Ende seiner Runde total ein und wechselte nur als 16. Damit waren schon zeitig alle Chancen dahin.

In den Einzel-Wettbewerben überzeugte einzig "Aushilfe" Tom Reichelt. Weltmeister Axel Teichmann vergriff sich komplett bei der Skiwahl, war beizeiten chancenlos und trudelte als 62 ins Ziel. Zu allem Überfluss brachte auch noch doppeltes Pech den aussichtsreich liegenden Teamgefährten Jens Filbrich auf den letzten Kilometern aus der Spur. "Erst hat ihm der Franzose Vittoz einen Stock zertreten und er musste 500 Meter mit einem Stock laufen. Dann ist Filbrich auch noch gestürzt. Da war der Zug natürlich weg und der fast sichere Top-Ten-Platz dahin", schilderte Jochen Behle das Missgeschick.

Bemerkenswert war in La Clusaz der Saisoneinstand des Schweden Anders Södergren. Dem am Ende Sechstplatzierten musste vor zwei Wochen der rechte Hoden wegen Verdachtes auf Krebs entfernt werden, erst vor wenigen Tagen erhielt er Entwarnung - es handelte sich um ein gutartiges Geschwulst.

© SID

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