Langlauf Weltcup
Langläuferin Fessel verpasst Podest in China knapp

Nicole Fessel ist beim Weltcup der Langläufer in China auf Rang vier gesprintet. In Changchung musste sich die Deutsche im Finale Jewgenja Schapalowa, Natalja Matejewa und Guro Solli geschlagen geben.

Top-Platzierung für Nicole Fessel: Die Oberstdorferin sprintete in Changchung als Vierte zu ihrem besten Weltcup-Ergebnis, die Langlauf-Männer liefen der Konkurrenz eine Woche vor WM-Beginn dagegen hinterher. "Mit den Frauen bin ich sehr zufrieden, die Herren hatten heute nicht den besten Grip", sagte Bundestrainer Jochen Behle. Die Olympiazweite Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl), die Oberwiesenthalerin Viola Bauer und Stefanie Böhler aus Ibach sprinteten in China auf die Plätze neun bis elf. Josef Wenzl (Zwiesel) belegte als bester Deutscher nur den 23. Rang.

Fessel am Ende "überglücklich"

"Ich bin überglücklich mit dem vierten Platz. Jetzt werde ich bei der WM in Sapporo angreifen", sagte die 23 Jahre alte Fessel im Sonnenschein von Changchung. Im Teamsprint der WM (22. Februar bis 4. März) wird die Zolloberwachtmeisterin nur Ersatz sein, jedoch in der Einzelkonkurrenz mit Sachenbacher-Stehle, Claudia Künzel (Oberwiesenthal) und Manuela Henkel (Oberhof) starten. Henkel ließ den Weltcup in China wegen der Reisestrapazen aus.

Neben Wenzl starteten Jens Filbrich (Frankenhain/29. Platz) und Tom Reichelt (Oberwiesenthal/35.) in der Männerkonkurrenz. Gegen die Dominanz der Norweger, die mit Ola Hattestad, Börre Näss und Tor Arne Hetland einen Dreifachsieg feierten, hatten die Schützlinge von Jochen Behle keine Chance. Die Läufer klagten auf der wenig anspruchsvollen Strecke zudem über Materialprobleme.

Bundestrainer blickt optimistisch Richtung WM

"Josef konnte leider nicht ganz an seine bisherigen Leistungen anknüpfen", sagte Behle über Wenzl. Dennoch ist dem Bundestrainer vor der WM nicht bange: "Wir wollen so viele Medaillen wie möglich und auf jeden Fall das Ergebnis von Oberstdorf wiederholen." Bei der vergangenen WM holte das Langlauf-Team zwei Silbermedaillen. Damals liefen die Herren jeweils in Teamsprint und Staffel als Zweite durchs Ziel.

Bereits die Anreise in den Nationalpark gestaltete sich für die Langläufer problematisch. Im Flieger erfuhren Behle und Co., dass der Flughafen von Changchung wegen Sturms geschlossen ist. Notgedrungen übernachteten sie 40 Flugminuten weiter nahe der koreanischen Grenze und konnten erst wenige Stunden vor den Rennen anreisen.

Am Freitag wird auch Weltcupspitzenreiter Tobias Angerer aus Vachendorf im 15-km-Rennen wieder ins Geschehen eingreifen. Im letzten Rennen vor dem Saisonhöhepunkt in Japan wird dann auch wieder mit den Männern zu rechnen sein.

© SID

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