Langlauf Weltcup
Langläuferin Kolb in Düsseldorf Elfte

Hanna Kolb hat beim Skilanglauf-Weltcup einen guten elften Platz erreicht. Die 18-Jährige aus Buchenberg debütierte in Düsseldorf und scheiterte erst im Halbfinale.

Die 18 Jahre junge Debütantin Hanna Kolb hat die deutschen Skilangläufer beim Heim-Weltcup in Düsseldorf vor einem totalen Debakel bewahrt. Vor Tausenden Zuschauern am Rheinufer scheiterte die Allgäuerin beim Sprint erst im Halbfinale und schaffte auf Platz elf das beste Ergebnis ihrer Karriere. Die neun deutschen Männer um den auf Platz 40 abgestürzten Kurzstrecken-Spezialisten Josef Wenzl waren komplett in der Qualifikation gescheitert.

"Ich war nicht nervös und hatte keinen Druck. Es war doch schon richtig schön, dass ich hier überhaupt starten durfte", sagte Kolb: "Es war eine ganz neue Erfahrung, hier vor Tausenden Zuschauern zu laufen." Die Staffel-Bronzegewinnerin bei der Junioren-WM freute sich im Ziel über die gleich beim ersten Weltcup-Einsatz zur Hälfte erfüllten Olympia-Norm. "Aber Vancouver ist noch nicht in meiner Planung", sagte Kolb.

Im Viertelfinale war sie zuvor als Dritte in ihrem Lauf als eine der beiden Zeitschnellsten weitergekommen, während die Staffel-Olympiasiegerinnen Claudia Nystad (20.) und Evi Sachenbacher-Stehle (29.) scheiterten. "Das ist einfach zu kurz für mich", sagte Distanzspezialistin Sachenbacher-Stehle: "Aber super, was die Hanna geleistet hat." Namensvetterin Hanna Falk (Schweden) und Alexej Petuchow (Russland) wurden als Sieger in Düsseldorf gefeiert.

Männer "weit weg von der Weltspitze"

Jochen Behle konnte sich bei Regenwetter nur über Hanna Kolb freuen. "Das Ergebnis von Hanna hat mich schon überrascht. Jetzt kann sie sich neue Ziele stecken", sagte der Chefcoach und rechnete gnadenlos mit den deutschen Männern ab: "Wir sind bei den Männern weit weg von der Weltspitze, da gibt es nichts zu beschönigen. Das ist ganz klar eine Enttäuschung. Josef Wenzl setzt sich selbst zu viel unter Druck."

Vor der Saison war extra Ex-Weltmeister und Olympiasieger Tor Arne Hetland als Sprint-Trainer verpflichtet worden, doch der ehemalige Düsseldorf-Sieger Wenzl erlebte wie schon beim Auftakt im finnischen Kuusamo (61.) ein Debakel. "Ich kann nicht erklären, warum es nicht läuft. Schwer zu sagen, ob es mit dem harten Training zusammenhängt. Wir versuchen, das rauszufinden", sagte Wenzl.

Nicole Fessel (Oberstdorf/40.), Denise Herrmann (Oberwiesenthal/43.) und Manuela Henkel (Oberhof/46.) verpassten den Sprung unter die besten 30 genauso wie Lars Hänel (52.), Tom Reichelt (beide Oberwiesenthal/53.), Jens Filbrich (Frankenhain/54. ), Oliver Wünsch (Großwaltersdorf/59.), Erik Hänel (Oberwiesenthal/63.), Max Bergmann (Vachendorf/66.), Andreas Katz (Baiersbronn(67.) und Manuel Schnurrer (Neubau/69.).

Am Sonntag stehen in Düsseldorf noch die Teamsprints auf dem Programm.

© SID

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