Langlauf Weltcup
Lokalmatador Bauer weiter in Gold

Lukas Bauer dominiert die Tour de Ski der Langläufer. In seiner tschechischen Heimat gewann der Prologsieger auch das 15-Kilometer-Verfolgungsrennen und bleibt Träger des Goldtrikots. Rene Sommerfeldt wurde Siebter.

Bei der Tour de Ski der Langläufer im tschechischen Nove Mesto bleibt Lokalmatador Lukas Bauer auf Titelkurs. Der Prologsieger entschied auch das Verfolgungsrennen über 15 Kilometer für sich und verteidigte damit das Goldene Trikot des Gesamtführenden erfolgreich. Bauer gewann die zweite von insgesamt acht Etappen nach 34:53,5 Minuten überlegen vor den Schweden Marcus Hellner (47,0 Sekunden zurück) und Anders Södergren (48,4 Sekunden zurück). Als bester Deutscher landete Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal) mit 49,7 Sekunden Rückstand auf dem siebten Platz.

Weltmeister Axel Teichmann aus Lobenstein belegte im Jagdrennen nur den 13. Rang und hat damit viel Zeit auf Gesamtspitzenreiter Bauer eingebüßt. Teichmann, der mit sechs Sekunden Abstand als Zweiter gestartet war, kam mit 53,4 Sekunden Abstand auf den überragenden Tschechen ins Ziel.

Titelverteidiger und Topfavorit Tobias Angerer stürzte wie schon beim Prolog, verbesserte sich mit 57,2 Sekunden Abstand dennoch von Position 38 auf Platz 22. Am Sonntag steht in Prag ein Sprint-Wettbewerb (ab 14.00 Uhr) auf dem Programm.

"Ich stecke den Kopf nicht in den Schnee"

"Lukas hatte einen Übertag - da hatte ich keine Chance. Aber ich stecke den Kopf nicht in den Schnee, es sind noch sechs Etappen", meinte Teichmann. Und auch Angerer will nicht aufgeben: "Es kann noch so viel passieren, ich glaube noch an meine Chance."

Auf der schmalen Piste verhinderte ein Sturz auf der vorletzten Abfahrt etwa 1,5 Kilometer vor dem Ziel ein besseres Resultat für Angerer (Vachendorf). "Ein Missgeschick, es war staubig und die Sicht schlecht - und ich habe mich auch noch verbremst", schilderte Angerer das Malheur.

Chefbundestrainer Jochen Behle lobte den starken Bauer und kritisierte die Strecke, auf der Überholmanöver kaum durchführbar waren. "Wenn der Lukas die Form halten kann, dann ist er konkurrenzlos", sagte Behle und meinte kopfschüttelnd: "Bei Massenstartrennen muss die Piste neun Meter breit sein, hier war es vielleicht die Hälfte."

© SID

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