Langlauf Weltcup
Norwegischer Doppelsieg bei Wasa-Lauf in Schweden

Beim erstmals zum Weltcup zählenden Wasa-Langstreckenlauf in Schweden war für die einheimischen Läuferinnen nichts zu holen. Marit Björgen und Hilde Pedersen feierten nach 45 Kilometern einen norwegischen Doppelsieg.

Der Sieg beim Wasa-Langstreckenlauf in Schweden blieb einer Skandinavierin vorbehalten, wenn auch die schwedischen Zuschauer keinen Sieg einer einheimischen Sportlerin feiern konnten. Die Norwegerin Marit Björgen hat den erstmals zum Weltcup zählenden Langstreckenlauf gewonnen.

Nach 45 Kilometern lag die Weltmeisterin in 2:17:53 Stunden 1:22 Minuten vor der schon 41 Jahre alten Hilde Pedersen (Norwegen). Dritte wurde Petra Majdic aus Slowenien mit 3:23 Minuten Rückstand. Björgen baute auch die Führung im Gesamtweltcup aus. Am Sonntag treten insgesamt 15 800 Teilnehmer bei den Herren auf der traditionellen 90-km-Wasalaufstrecke zwischen Sälen und Mora an, darunter der deutsche Mitfavorit Andreas Schlütter.

"Ich fühle mich blendend. Das Rennen hätte ruhig noch länger dauern können. Schön, nach den verpatzten Olympischen Spielen wieder in der Siegspur zu sein", kommentierte Marit Björgen ihren fünften Saisonsieg. Die beiden deutschen Starterinnen Viola Bauer (Oberwiesenthal) und Katrin Zeller (Oberstdorf) kamen mit 11:57 und 16:21 Minuten Rückstand ins Ziel und belegten nur die Ränge 26 und 30.

Behle: "Das Experiment ist misslungen"

"Viola klagte schon nach zehn Kilometern über zu stumpfe Ski. Wenn die Ski nicht laufen, dann hat man auf so einer langen Strecke keine Chance. Da fehlt die Kraft in den Oberarmen", sagte Jochen Behle. Der Bundestrainer, selbst einmal Vierter des Wasalaufs, kritisierte die Abkoppelung des Damenrennens vom traditionsreichen Wasalauf. "Das Experiment ist als misslungen zu bezeichnen", meinte Behle. "Die Damen hätten in das Herrenrennen integriert werden müssen. Wer nach 90 Kilometern als Erster im Ziel ist, hat den Wasalauf gewonnen", meinte Behle.

Stattdessen bekam Björgen von einem Mann in der Tracht der mittelschwedischen Region Dalarna den Siegerkranz schon nach 45 Kilometern umgehängt, als sie vor nur wenigen Hundert Zuschauern als Erste in die Wasa-Gasse des Zielortes Mora einbog. Am Sonntag ist das Ritual dem echten Wasalauf-Sieger vorbehalten, statt eines Mannes ist dann eine lokale Schönheit die Überbringerin des Siegerkranzes.

Chancen rechnet sich der Oberhofer Andreas Schlütter aus, der 31 Jahre nach dem Klingenthaler Gert-Dietmar Klause als zweiter Deutscher den Wasalauf gewinnen möchte.

© SID

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