Langlauf Weltcup
Oberstdorf muss auf "Tour de Ski" verzichten

Die "Tour de Ski" der Langläufer macht in diesem Winter einen Bogen um Oberstdorf. "Das wirtschaftliche Risiko für den DSV war zu groß", begründete Thomas Pfüller, Generalsekretär des Deutschen Skiverbandes.

Die Langlauf-Fans in Oberstdorf und Umgebung müssen in diesem Winter auf einen der Saisonhöhepunkte verzichten, die "Tour de Ski" gastiert dieses Jahr nicht in der Allgäu-Gemeinde. "Das wirtschaftliche Risiko für den DSV war zu groß", begründete der Generalsekretär des Deutschen Skiverbandes (DSV), Thomas Pfüller. Weil der DSV die Rennen am Neujahrstag nicht austragen wollte und aufgrund des zeitgleichen Neujahrsskispringens Verluste von bis zu 200 000 Euro befürchtete, entzog der Weltverband FIS Oberstdorf die Veranstaltungsrechte.

Der vom DSV vorgeschlagene Termin für die vier in Oberstdorf vorgesehenen Wettbewerbe lautete 2. und 3. Januar. Die FIS beharrte aber auf dem 1. und 2. Januar und lehnte die DSV-Variante ab. "Wir haben kein Finanzpolster, um das vorhandene Risiko abzusichern. Das Geld haben wir für die Nachwuchsförderung verplant", erklärte Pfüller. FIS-Renndirektor Jürg Capol hatte bereits in den letzten Wochen Ausweichvarianten in Liechtenstein, Italien und der Schweiz geprüft, um die Stationen vier und fünf der Acht-Etappen-Tour von Oberstdorf zu verlegen.

Eine FIS-Entscheidung über den neuen Austragungsort steht noch aus. Der DSV hat unterdessen bereits sein prinzipielles Interesse bekundet, auch künftig Langlauf-Weltcups ausrichten zu wollen. "Aber der Termin muss besser passen", sagte DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach.

Gute Nachrichten kamen stattdessen von den beiden zuletzt aufgrund fehlender DSV-Zuschüsse in Finanznot geratenen Ausrichtern Oberhof und Klingenthal, die Weltcups in der Nordischen Kombination veranstalten wollen. Oberhof erklärte bereits definitiv, dass Rennen am 30. Dezember absichern zu können.

Für Klingenthal (19./20. Januar) macht sich nun sogar Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt stark. Er habe großes Interesse an der erfolgreichen Austragung des Weltcups, erklärte Milbradt. Die Klingenthaler hoffen nun, mithilfe der Landesregierung die Deckungslücke von über 200 000 Euro zügig schließen zu können.

© SID

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