Langlauf Weltcup
Reichelt mit viertem Platz beim Weltcup-Auftakt

Galliväre in Schweden war der Ort des Weltcup-Auftakts der Langläufer, wo der Deutsche Tom Reichelt auf den vierten Platz vorgefahren ist. Er schrammte nur knapp am Podest vorbei.

Nachrücker Tom Reichelt ist in der Einöde Lapplands überraschend auf Platz vier gestürmt und hat den erfolgsverwöhnten deutschen Langläufern den Weltcup-Auftakt gerettet. Der nur wegen der Verletzung von Franz Göring ins Team gerückte Oberwiesenthaler verpasste im schwedischen Gällivare das Podest beim Heimsieg von Marcus Hellner nur um acht Sekunden. Tobias Angerer blieb dagegen als 30. deutlich unter den Erwartungen.

"Sensationsergebnis"

"Das ist ein Sensationsergebnis. Tom hat sich selbst belohnt", sagte Bundestrainer Jochen Behle nach Reichelts Glanzleistung über die 15km Freistil. Der Coach stellte dem 26-Jährigen nach dem zweitbesten Weltcup-Ergebnis der Karriere gleich einen Freifahrtschein für die WM im Februar in Liberec aus: "Mit Platz vier hat er die Quali gepackt. Es wird auch im Weltcup sicher nicht sein letzter Auftritt gewesen sein."

Reichelt selbst gab sich nach dem frühen Erreichen seines Saisonziels WM-Teilnahme bescheiden. "Ich bin zufrieden, die Strecke liegt mir mit den langen Gleitphasen gut. Ob ich weitere Einsätze bekomme, muss nun Jochen entscheiden", sagte Reichelt.

Misslungene Generalprobe

Dabei war es für den Hobby-Fußballer im Training zuletzt nicht so gut gelaufen: "Eine misslungene Generalprobe ist eben doch meistens etwas Gutes." Auf Sieger Hellner, der sich überraschend vor dem Italiener Pietro Piller Cottrer (1,4 Sekunden zurück) und dem Norweger Petter Northug (7,9) platzierte, fehlten am Ende nur 14,9 Sekunden.

Angerer und Teichmann enttäuschen

Völlig enttäuscht war dagegen der frühere Weltcup-Gesamtsieger Angerer mit Platz 30. "Ich habe meinen Rhythmus einfach nicht gefunden. Das war nichts Gescheites", sagte der WM-Zweite und meinte trotzig: "Abhaken und nach vorne schauen." Auch Behle ist trotz des Stotterstarts seines Stars optimistisch. "Bei Tobi ist mehr drin. Und wir sind ja jetzt nicht hilflos weg, es ist alles eng zusammen", erklärte der Coach. Jens Filbrich (Frankenhain) war als zweitbester Deutscher Zehnter. Axel Teichmann (Bad Lobenstein) enttäuschte dagegen als 16. ebenfalls.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%