Langlauf Weltcup
Sachenbacher geht bei Höhen-Weltcups an den Start

Evi Sachenbacher-Stehle wird trotz möglicher Probleme mit ihren Blutwerten bei den Höhen-Weltcups in Cogne und La Clusaz an den Start gehen. Das erklärte Bundestrainer Jochen Behle.

Trotz möglicher Probleme mit ihren Blutwerten wird Skilangläuferin Evi Sachenbacher-Stehle bei den Höhen-Weltcups im italienischen Cogne (13. Dezember) und im französischen La Clusaz (16./17. Dezember) starten. Das erklärte Bundestrainer Jochen Behle, der mit Sachenbacher und dem gesamten deutschen Nationalteam derzeit auf der 1 650 Meter hoch gelegenen Tauplitzalm in Österreich trainiert. Tobias Angerer (Vachendorf), Axel Teichmann (Lobenstein) und Franz Göring (Zella-Mehlis) werden wie geplant auf die Rennen in Cogne verzichten.

"Wir mussten wegen der schlechten Schneelage in der Höhe trainieren. Und Evi wird die beiden kommenden Weltcups auf jeden Fall laufen - auch wenn sie in der Höhe sind", sagte Behle dem Sport-Informations-Dienst (sid). Sachenbacher-Stehle war bei den Olympischen Spielen im Februar im 1 800 Meter hoch gelegenen Pragelato mit einer Schutzsperre wegen eines über dem Grenzwert von 16,0 liegenden Hämoglobinwertes belegt worden.

Sie hatte den hohen Wert, der neben einer natürlichen Ursache auch ein Anzeichen für Blutdoping sein kann, anschließend auf die Höhenlage geschoben. In Cogne finden die Rennen über 1 500 Meter statt, in La Clusaz auf 1 450 Meter - es sind höchstgelegenen Weltcup-Orte in diesem Winter. Ob dort allerdings Blutkontrollen stattfinden, ist laut Sprecherin Sandra Spitz vom Internationalen Skiverband FIS ungewiss: "Wir wissen vorher nicht, ob Kontrollen stattfinden. Das entscheiden die nationalen Antidoping-Agenturen."

Eine Langzeit-Blutstudie der FIS hatte zuvor ergeben, dass die extremen Schwankungen in den Hämoglobinwerten der deutschen Staffel-Olympiazweiten Sachenbacher "nicht erklärbar" seien. Bei dem Test schwankten die Werte der Deutschen um bis zu 2,1 Punkte binnen zwei Tagen, lagen allerdings im Durchschnitt deutlich unter dem Grenzwert. Deshalb, so Saltin, sei die geforderte Ausnahmegenehmigung für Sachenbacher-Stehle für einen Start mit Werten über 16,0 verweigert worden.

© SID

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