Langlauf Weltcup
Schutzsperre für DSV-Langläufer Filbrich

Einen Tag nach seinem dritten Platz beim Langlauf-Weltcup in Kuusamo musste Jens Filbrich beim Verfolgungsrennen am Sonntag aussetzen. Der Grund: der Weltverband FIS sprach eine fünftägige Schutzsperre aus.

Skilangläufer Jens Filbrich ist wegen eines Hämoglobinwertes von 17,0 mit einer Schutzsperre von fünf Tagen belegt worden. Der Vizeweltmeister konnte einen Tag nach seinem dritten Platz im klassischen 10-km-Rennen deshalb nicht beim zweiten Weltcup-Wettbewerb am Sonntag in Kuusamo starten. Ein Protest des Deutsche Skiverbandes (DSV) wurde vom Internationalen Skiverband FIS abgewiesen. Der DSV weist alle Dopingvorwürfe gegen Filbrich zurück, will Regressforderungen gegen die FIS stellen und den Verband wegen Rufschädigung verklagen.

"Das ist lächerlich. Jens hat alle Dopingtests gemacht, er ist ein sauberer Athlet, der mit Doping nichts zu tun hat. Auf die FIS kommt eine juristische Lawine zu", erklärte Bundestrainer Jochen Behle. Filbrich lag mit seinem Wert von 17,0 genau auf dem offiziellen Grenzwert, der nach deutscher Auslegung der FIS-Regularien noch toleriert wird. Trotzdem wurde er aus "medizinischen Gründen zum Schutz des Athleten" gesperrt.

Der Bluttest war bei Filbrich am Samstag nach seinem Bronzeplatz entnommen worden, anschließend unterzog sich der Oberhofer freiwillig einem Dopingtest. Ein Hämoglobinwert über dem Grenzwert kann, muss aber nicht auf den Einsatz des Blutdopingmittels EPO hinweisen. Filbrich nennt als Grund für die hohen Blutwerte eine genetische Veranlagung in seiner Familie. Die FIS habe seinen Antrag auf eine generelle Ausnahmegenehmigung für den Start mit einem höheren Hämoglobinwert jedoch abgelehnt.

"Es kann nicht sein, dass ich aufgrund meiner genetischen Voraussetzungen nicht laufen darf. Wegen mir können die Dopingtester jeden Tag kommen und Proben von mir nehmen. Ich bin sauber", erklärte Filbrich, der im vergangenen Winter schon einmal mit einer Schutzsperre belegt worden war. Sein Bruder habe sogar Blutwerte von 18,0. Teamarzt Ernst Jakob sprach von einem "juristischen und keinem medizinischen Problem". Die Anwälte des DSV beschäftigen sich bereits mit dem Thema.

© SID

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