Langlauf Weltcup
Teichmann bester Deutscher bei Langlauf-Weltcup

Beim Skilanglauf-Weltcup im estischen Otepää gab es für die deutschen Starter nicht viel zu holen. Axel Teichmann war mit einem siebten Platz der Beste in der Loipe.

Für die deutschen Skilangäufer gab es beim Weltcup in Estland wenig zu feiern, Lichtblicke waren einzig der vierte Rang von Claudia Nystad auf drei Jahre alten Brettern über 10km und der siebte Platz von Axel Teichmann im Klassik-Sprint. "Wir sind im Regen von Otepää nicht ganz untergegangen", resümierte Cheftrainer Jochen Behle mit Galgenhumor.

Bei widrigen Bedingungen sicherten sich der Norweger Eldar Rönning und die Slowenin Petra Majdic die Siege im abschließenden Sprint. Auf dem langen "Klassiker" setzten sich die Weltcup-Spitzenreiter Lukas Bauer (Tschechien) und Virpi Kuitunen (Finnland) durch.

Weltmeister Teichmann war verärgert, da ihn im Halbfinale der Kanadier Devon Kershaw behinderte und so den Einzug in den Endlauf verhinderte: "Er hat gedrängelt, da war ich natürlich sauer. Aber der siebte Rang ist eine kleine Entschädigung auch für das miserable 15-km-Rennen." Da stand der Lobensteiner als 30. völlig neben der Spur.

Filbrich bester Deutscher über 15km

Jens Filbrich (Frankenhain) schaffte über die 15km als bester Deutscher Rang neun, Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal) und Tobias Angerer (Vachendorf) liefen als 13. und 17. den Spitzenplätzen hinterher. Das Trio reiste dann schon vor dem Sprint ab. "Bei Sommerfeldt und Angerer geht momentan einfach nichts mehr, sie sind ein bisschen müde", sagte Behle. Man könne derzeit nur beeindruckt auf die Leistungen der Konkurrenz schauen: "Was der Bauer wieder gemacht hat, war eine Nummer für sich."

Tour-de-Ski-Sieger Bauer dominierte nach Belieben und peilt weiter den Sieg im Gesamtweltcup an. Lediglich Lokalmatador Jaak Mae hielt mit einem Rückstand von 13,7 Sekunden einigermaßen mit. Der Finne Ville Nousiainen lag als Dritter bereits 1:05,2 Minuten zurück, Angerer und Sommerfeldt handelten sich knapp zwei Minuen ein.

"Es ist sicherlich nicht so schön, überholt zu werden. Das ist überhaupt nicht so gelaufen wie ich wollte, aber wenigstens hab ich ein paar Weltcup-Punkte gesammelt", meinte Sommerfeldt. Angerer stufte seine Leistung als mittelmäßig ein und verwies darauf, dass er mit dem weichen Kunstschnee überhaupt nicht zurechtgekommen sei.

Ungünstige Mondphasen und Schmuddelwetter

Die Oberwiesenthalerin Nystad verpasste auf ihren im Vergleich zu heutigen Ski finnischen Uralt-Brettern, die sie vor drei Jahren geschenkt bekam, ihren vierten Podestplatz der Saison. "Ich bin trotzdem sehr zufrieden. Es ist schon kurios. Eigentlich ist das nicht meine Technik, aber im Wettkampf bin ich immer gut", sagte Nystad und meinte angesichts des Schmuddelwetters: "Ich wollte schnell wieder ins Warme."

Letztlich fehlten der 30-Jährigen zur drittplatzierten Norwegerin Therese Johaug nur 1,4 Sekunden. In Otepää sei es ihr dennoch sehr schwer gefallen. "Irgendwie waren wir nach den Rennen in Kanada noch alle ziemlich müde. Vielleicht sind wir ja in einer ungünstigen Mondphase geflogen", meinte Nystad.

Auch Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) fühlte sich auf dem durch Plusgrade weichen Geläuf alles andere als wohl und zeigte sich nach dem Rennen enttäuscht. Die klassische Technik sei ohnehin nicht ihre Stärke. Im Ziel lag sie als 16. über eine Minute hinter Siegerin Kuitunen. Im Sprint war für alle deutschen Mädels im Viertelfinale Endstation. Manuela Henkel (Oberhof) war als 18. noch die Beste.

© SID

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