Langlauf Weltcup
Teichmann hofft auf "guten Start" in die Tour

Die deutschen Hoffnungen bei der heute beginnenden dritten Tour de Ski ruhen auf Axel Teichmann. "Axel ist in einer sehr guten Form", weiß Chefbundestrainer Jochen Behle.

Premieren-Gewinner Tobias Angerer ist angeschlagen, nun ruhen die deutschen Hoffnungen bei der dritten Tour de Ski auf Skilanglauf-Weltmeister Axel Teichmann. "Es wird diesmal keinen Dominator geben wie in den Vorjahren Angerer oder Lukas Bauer, es wird wesentlich enger zugehen", glaubt Chefbundestrainer Jochen Behle: "Axel ist in einer sehr guten Form und der Knoten mit Platz zwei in Davos geplatzt. Wenn er gesund bleibt, ist ihm eigentlich alles zuzutrauen."

Teichmann: "Ein guter Start ist mein Ziel"

Der Olympiazweite Angerer (Vachendorf) erhielt zwar nach einer Viruserkrankung die ärztliche Starterlaubnis, doch kräftemäßig ist Teichmann für die strapaziöse Tour über sieben Etappen von Oberhof am heutigen Samstag bis Val di Fiemme am 4. Januar besser gerüstet. "Ein guter Start ist mein Ziel. Am liebsten würde ich ein Rennen in Oberhof gewinnen, das ist schließlich mein Lebensmittelpunkt", meinte der 29-jährige Thüringer.

Auch Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal), im letzten Winter Gesamt-Zweiter hinter dem Tschechen Bauer, fühlt sich im Aufschwung: "Ich hoffe, die restlichen Prozente kommen über die Rennen." Franz Göring (Zella-Mehlis) muss dagegen erkrankt pausieren.

Oberfeldwebel Teichmann (Bad Lobenstein) sorgte mit Rang zwei beim letzten Distanzrennen im Weltcup von Davos (15km klassisch) für die bisher einzige deutsche Podestplatzierung in diesem Winter. Anschließend verzichtete er auf die Sprints, trainierte intensiv und gönnte sich über Weihnachten ein paar Tage Ruhe. "Bei meinem Jagdausflug mit Sven Fischer hat der ein Reh geschossen - das musste schließlich vertilgt werden", berichtete der Gesamtweltcup-Gewinner von 2005 von einer "kleinen Völlerei" an den Feiertagen.

Bei der mit insgesamt rund 600 000 Euro dotierten Tour werden die jeweiligen Spitzenreiter diesmal in roten statt wie bisher in goldenen Trikots antreten. Neben Titelverteidiger Bauer, der Sommerfeldt beim gemeinsamen Training in Oberwiesenthal kurz vor Weihnachten abhängte, sind die in der Weltcup-Wertung auf den Rängen zwei und drei liegenden Dario Cologna (Schweiz) und Tor Arne Hetland (Norwegen) die Topfavoriten.

Vorjahresgewinnerin Kalla nicht am Start

Weltcup-Spitzenreiter und Sprint-Spezialist Ola Vigen Hattestad meldete sich ab, ebenso die erkrankte Vorjahresgewinnerin Charlotte Kalla (Schweden). Auch bei den Frauen sind die Spitzenkräfte aus dem Gesamtweltcup um Aino Kaisa Saarinen (Finnland) oder Petra Majdic (Slowenien) die ersten Kandidaten auf Rang eins.

"Wir wollen bei den Frauen eine gute Rolle spielen und zwei Läuferinnen unter die Top Ten bringen", sagt Behle. Die Oberwiesenthalerin Claudia Nystad merkt, dass es bei ihr "Schritt für Schritt aufwärts geht" und will als "Allrounderin schon ein Wort mitreden". Evi Sachenbacher-Stehle aus Reit im Winkl ist sich aufgrund der vielen Kränkeleien nicht sicher, ob sie sich zwischen den Rennen "so schnell erholen kann wie sonst".

© SID

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