Langlauf WM
Gesperrte Langläufer alle sauber

Die neun, wegen zu hoher Hämoglobinwerte, gesperrten Skilangläufer sind rehabilitiert. Die Dopingtests bei der Nordischen Ski-WM sind allesamt negativ, teilte der Internationale Skiverband FIS mit.

Die Dopingtests der wegen zu hoher Hämoglobinwerte gesperrten neun Skilangläufer bei der Nordischen Ski-WM in Sapporo sind negativ. Der Internationale Skiverband FIS teilte mit, dass die Athleten um Russland Olympiasieger Jewgeni Dementjew nach Auswertung der Urintests von jeglichem Verdacht befreit seien. Ein hoher Hämoglobinwert kann, muss aber kein Hinweis auf Blutdoping sein. "Alle Kontrollen, auch die auf das Blutdopingmittel EPO wurden ausgewertet. Es gibt keinen positiven Befund", bestätigte FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Dementjew, Nikolai Pankratow (Russland), Ex-Vizeweltmeister Jack Mae (Estland), der Weißrusse Sergej Dolidowitsch, der Schweizer Reto Burgermeister, der kroatische Langläufer Alen Abramovic sowie die Nordisch-Kombinierten Konstantin Woronin, Dmitri Matwejew (beide Russland) sowie Jochen Strobl (Italien) waren wegen eines Hämoglobinwertes über 17,0 mit fünftägigen Schutzsperren belegt würden. Alle dürfen nach Ablauf der aus gesundheitlichen Gründen ausgesprochenen Wettkampfverbote wieder laufen.

FIS-Präsident Gianfranco Kasper hatte vor der WM sein Angst vor neuen Dopingskandalen geäußert. Er verdächtige niemanden, aber durch die juristisch wasserfeste Nachweisbarkeit von verbotenen Wachstumshormonen könne es neue Fälle geben: "Wenn man die Muskelbildung bei manchen Alpinen sieht oder beim Skispringen die zarten Gestalten mit dicken Oberschenkeln, da können einem schon Zweifel kommen." Bei der WM 2001 in Lahti war ein Großteil der finnischen Langlauf-Mannschaft überführt worden. Die damals für zwei Jahre gesperrte Dopingsünderin Virpi Kuitunen hat in Sapporo bereits Gold gewonnen.

© SID

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