Langlauf WM
Kuitunen sichert sich drittes Gold in Sapporo

Die Weltmeisterin über die 30-km-Distanz kommt aus Finnland und heißt Virpi Kuitunen. Mit ihrer dritten Goldmedaille avancierte die 30-Jährige gleichzeitig zur erfolgreichsten Athletin bei der WM in Sapporo.

Die finnische Langläuferin Virpi Kuitunen hat im 30-km-Rennen ihre dritte Goldmedaille bei der Nordischen Ski-WM in Sapporo gewonnen. Nach dem Titel im Teamsprint und der Staffel gewann die 30-Jährige das längste Frauen-Rennen mit 6,9 Sekunden Vorsprung vor der Norwegerin Kristin Steira und krönte sich damit zur erfolgreichsten WM-Teilnehmerin. Bronze gewann die Norwegerin Therese Johaug.

Die zweimalige WM-Silbergewinnerin Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) belegte als beste Deutsche mit 3:44,4 Minuten Rückstand Platz zehn. Viola Bauer (Oberwiesenthal) belegte Platz 23, Katrin Zeller (Oberstdorf) und Claudia Künzel (Oberwiesenthal) landeten auf den Rängen 25 und 26.

"Zweimal Silber in den Staffeln, dazu Vierte, Sechste und Zehnte: die WM ist wirklich viel besser gelaufen als ich je gedacht hatte", erklärte Evi Sachenbacher am Ende ihres knüppelharten WM-Programmes zufrieden: "Meine Form war im entscheidenden Moment perfekt, ich bin auch mit meinem letzten Rennen sehr zufrieden."

Sachenbacher-Stehle zeigt Kampfgeist

Im extrem schweren 30-km-Rennen bei Tauwetter in aufgeweichter Loipe und in der von Sachenbacher ungeliebten klassischen Technik offenbarte die zweimalige Vizeweltmeisterin aus Reit im Winkl Kampfgeist, aber ausgerechnet in der entscheidenden Phase eine Schwäche. "Ich hatte meinen kritischen Punkt bei Kilometer 13. Da ging es plötzlich nicht mehr. Schade, dass gerade in diesem Moment die Post abging", schilderte Sachenbacher die Renn-Entscheidung.

Die Norwegerinnen Steira und Johaug verschärften das Tempo, nur Kuitunen konnte folgen, und die bis dahin existierende Spitzengruppe von etwa 25 Läuferinnen löste sich innerhalb weniger Minuten auf. Sachenbacher fand in Norwegens Ex-Weltmeisterin Marit Björgen wenigstens eine gute Begleiterin, hakte den Kampf um die Medaille ab und konzentrierte sich ab diesem Zeitpunkt "nur noch darauf, nicht immer an meine schweren Beine zu denken. Dir macht es doch Spaß, habe ich gedacht, dir geht es richtig gut."

Am Ende glaubte Bundestrainer Jochen Behle, "eines der schwersten 30-km-Rennen der WM-Geschichte" gesehen zu haben. "Die Strecke war schwer und tief. Evi hat wieder eine sehr gute Leistung abgeliefert und ihre starke WM-Form noch einmal bestätigt.

Behle: "Wenigstens hat keine aufgegeben"

Weit dahinter gewannen die beiden Oberwiesenthalerinnen Viola Bauer (23.) und Claudia Künzel-Nystad (26.) sowie Katrin Zeller (Oberstdorf/25.) zumindest den Kampf gegen sich selbst. "Wenigstens hat keine aufgegeben", fand Behle angesichts von jeweils fast acht Minuten Rückstand zur Spitze noch ein Lob: "Das war die Leistung der ganzen Saison. Mehr ist halt derzeit nicht drin."

Die WM-Langlaufrennen in Shirahatayama gehen am Sonntag (5.30 Uhr/MEZ) mit dem 50-km-Lauf der Herren, der nordischen Königsdisziplin, zu Ende. Für die deutsche Mannschaft starten Rene Sommerfeldt, Tom Reichelt (beide Oberwiesenthal), Jens Filbrich (Frankenhain) und Tobias Angerer (Vachendorf).

© SID

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