Langlauf WM
Norweger Jacobsen und Svartedal holen Sprint-Gold

Zum Auftakt der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Sapporo haben Jens Arne Svartedal und Astrid Jacobsen die ersten beiden Goldmedaillen für Norwegen geholt. Beste Deutsche war Manuela Henkel auf Rang neun.

Zum Auftakt der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften im japanischen Sapporo hat es für Norwegen Gold geregnet. Jens Arne Svartedal und Astrid Jacobsen triumphierten im Sprint. Vor 23 000 Zuschauern im Sapporo Dome landete Manuela Henkel als beste Deutsche auf Platz neun und verpasste damit erwartungsgemäß eine Medaille klar.

Henkel schwer enttäuscht

"Ich könnte heulen, ich habe versagt", erklärte Henkel nach der ersten deutschen Niederlage im Sapporo Dome. Vor fünf Jahren hatten die deutschen Fußballer bei der WM an gleicher Stelle noch mit 8:0 gegen Saudi-Arabien gewonnen, diesmal dachte die Staffel-Olympiasiegerin von 2002 über einen Rücktritt zum Saisonende nach: "Wenn man nur noch hinterherrennt, weiß ich auch nicht mehr."

Als die 20-jährige Astrid Jacobsen und Jens Arne Svartedal ihre Goldmedaillen abholten, zog Bundestrainer Jochen Behle mit Blick auf die weiteren Platzierungen von Nicole Fessel (15.), Josef Wenzl (15.) und Viola Bauer (16.) dennoch ein positives Fazit.

"Wir haben einen einstelligen Platz, zwei unter den Top 15 - das ist das Maximum, was wir im Sprint momentan leisten können", meinte Behle: "Schließlich haben wir unsere besten Leute geschont. Die sollen im Teamsprint Medaillen holen."

Das deutsche WM-Team kann nach der eingeplanten Nullnummer zum Auftakt auf einen goldenen Freitag (ab sieben Uhr MEZ/live in ARD und Eurosport) hoffen. Beim Teamsprint sind Gesamtweltcup-Spitzenreiter Tobias Angerer und Axel Teichmann sowie Evi Sachenbacher-Stehle/Claudia Künzel nach ihrer Extra-Ruhepause Mitfavoriten.

Deutsche Athleten von der Kulisse begeistert

Den deutschen Langlauf-Sprintern blieben nach der Eröffnung der ersten WM in Asien in Anwesenheit von Prinz Akishino am Ende nur die Emotionen beim Jubel von 23 602 Zuschauern. "Hier kommt man sich vor wie ein Gladiator. So viele Leute haben noch nie beim Langlauf zugeschaut", meinte Fessel.

Auch Wenzl, der nur durch die Disqualifikation dreier Läufer in die Finals gerutscht war und im Viertelfinale nur um 0,1 Sekunden den Sprung in die großen Finals verpasste, war restlos begeistert: "Das ist lässig, nicht so ein Wald- und Wiesenrennen wie sonst. Schade, dass ich meine Chance nicht genutzt habe." Die im Viertelfinale als Sechste chancenlose Steffi Böhler (29.) dachte mit Blick auf die Kulisse sogar daran, "mir beim nächsten Mal breitere Schultern zu kaufen".

Muskelmann Svartedal siegte vor Mats Larsson (Schweden) und Eldar Rönning (Norwegen). Die 20-jährige Jacobsen gewann überraschend vor Petra Majdic (Slowenien) und der Topfavoritin Virpi Kuitunen (Finnland). Schon vor den WM-Auftaktrennen waren insgesamt sechs Skilangläufer und Kombinierer wegen zu hohen Hämglobinwertes - das kann, muss aber kein Hinweis auf Blutdoping sein - mit einer fünftägigen Schutzsperre belegt worden.

© SID

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