Langlauf WM
Sachenbacher bei Neumannova-Sieg Sechste

Beim Sieg von Katerina Neumannova landete die deutsche Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle bei der Nordischen Ski-WM im 10-km-Rennen auf Platz sechs. Rang zwei ging an Olga Sawjalowa, Dritte wurde Arianna Follis.

Platz sechs mit Startnummer 66: Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle hat bei der Nordischen Ski-WM die erste deutsche 10-km-Medaille seit 33 Jahren nur um 15,8 Sekunden verpasst. Die Teamsprint-Vizeweltmeisterin aus Reit im Winkl lieferte beim Sieg der Tschechin Katerina Neumannova ihre dritte Weltklasse-Leistung innerhalb von fünf Tagen ab.

"Ich bin perfekt in Form"

"Es hat wieder super funktioniert. Ich hätte nicht gedacht, dass ich unter die Top sechs laufen kann. Die Einzelstarts taugen mir eigentlich nicht so. Aber ich bin perfekt in Form, und dann klappt es eben", sagte Evi Sachenbacher-Stehle, die neben Sprint-Silber bereits einen 4. Platz im Jagdrennen vorweisen kann.

Zwischendurch sah es sogar so aus, als könne die 26-Jährige die erste 10-km-Medaille seit Falun 1974 (Silber durch Barbara Petzold/DDR) schaffen. "Es geht um Bronze, wurde mir zugerufen. Aber schneller konnte ich einfach nicht", erzählte die deutsche Strahlefrau mit glücklichem Lächeln.

Neumannova verteidigt WM-Titel

Katerina Neumannova verteidigte im letzten WM-Einzelrennen ihrer Laufbahn den WM-Titel erfolgreich vor 15-km-Siegerin Olga Sawjalowa (Russland) und Arianna Folis (Italien) und ließ sich im Ziel vom dreijährigen Töchterchen Lucie herzen.

"Evi zählt hier wieder zur Creme de la Creme. Mit dem sechsten Platz bin ich hochzufrieden. Gerade wenn man den knappen Rückstand auf Platz drei anschaut", gab Bundestrainer Jochen Behle zu Protokoll. "Was Evi in Sapporo abliefert, ist absolute Weltklasse", pflichtete auch Thomas Pfüller bei.

Der deutsche Sportdirektor eröffnete zugleich verbal den Kampf um die Staffel-Medaille: "Natürlich wollen wir im Quartett die Chance auf eine Medaille nutzen. Wir haben doch hier nichts zu verschenken." Sachenbacher-Stehle mahnte nach den markigen Worten "eine kleine Portion Glück" für das Staffel-Rennen am Donnerstag (7.00 Uhr/MEZ) an und wollte sich vor allem darum kümmern, "die Claudia wieder aufzurichten".

Künzel-Nystad läuft nur hinterher

Die Silber-Partnerin aus der Sprint-Staffel, Claudia Künzel-Nystad, rannte der Weltspitze und ihren eigenen Erwartungen weit hinterher und landete nur auf Platz 15. "Es geht den ganzen Winter schon nicht. Ich bin frustriert", meinte die Oberwiesenthalerin und verabschiedete sich zügig zum Auslaufen in den Wald. Enttäuscht war auch Steffi Böhler (Ibach), die an ihrem 26. Geburtstag nur Platz 27 schaffte: "Ich hätte mehr riskieren sollen. Das Selbstvertrauen hat gefehlt."

© SID

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