Langlauf WM
Teamchef beendet Behle-Sachenbacher-Streit

Der teaminterne Streit zwischen Langlauf-Bundestrainer Jochen Behle und Evi Sachenbacher-Stehle ist vorerst ad acta gelegt worden. "Schluss damit", forderte Teamchef Thomas Pfüller die Parteien zur Ruhe auf.

Der Zwist zwischen Langlauf-Bundestrainer Jochen Behle und seiner Vorzeigeläuferin Evi Sachenbacher-Stehle ist per Machtwort des deutschen WM-Teamchefs Thomas Pfüller vorerst beendet worden. Bei einem Treffen am Samstag in Sapporo wurden beide deutlich aufgefordert, keine weiteren öffentlichen Auseinandersetzungen auszutragen.

"Schluss damit. Dieses Thema gehört nicht auf eine WM. Und eins steht fest: Evi ist in Sapporo in absoluter Topform", sagte Pfüller dem Sport-Informations-Dienst (sid). Nach Silber im Teamsprint hatte die Staffel-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin im WM-Jagdrennen als Vierte ihre zweite Medaille nur um 2,5 Sekunden verpasst.

Behle hat den Streit wenige Tage vor Beginn der WM vom Zaun gebrochen, als er den fehlenden sportlichen Willen seiner Topathletin kritisiert und ihr technische Schwächen vorgeworfen hatte. Am Samstag legte er noch einmal nach, beklagte das im Vergleich zum Männer-Team fehlende positive Denken in der Frauen-Mannschaft.

"War ein Klasserennen"

Nach dem vierten Platz von Sachenbacher-Stehle klang Behle deutlich versöhnlicher: "Das war ein Klasserennen von Evi. Aber wir müssen weiter an der Technik arbeiten, damit es statt Platz vier künftig eine Medaille ist."

Sachenbacher-Stehle erklärte, dass man sich künftig "auf die WM konzentriert und nicht mehr über dieses Thema redet". Nach ihrer Silbermedaille hatte die Strahlefrau aus Reit im Winkl mit ihrem Chefcoach abgerechnet: "Ich habe die richtige Antwort auf seine Kritik gegeben. Es ist unfair, wenn Behle sagt, dass ich sportlich nicht willig bin und das noch ein paar Tage vor Beginn einer WM. Und ich hoffe, dass er in Zukunft mit mir und nicht mit der Presse redet."

© SID

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