Langlauf WM
"Weiterer Dopingskandal wäre fast tödlich"

In der FIS geht die Angst um einen neuen Dopingfall um. "Wir haben zwei große Skandale geradeso überlebt", hofft Generalsekretärin Sarah Lewis auf ruhigere Zeiten.

Der Internationale Skiverband FIS fürchtet sich vor neuen Dopingfällen im Skilanglauf. "Ein weiterer Dopingskandal wäre für den Sport fast tödlich. Wir haben zwei große Skandale geradeso überlebt und sind seitdem eigentlich auf einem guten Weg", sagte FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis bei der Nordischen Ski-WM in Liberec dem Sport-Informations-Dienst (sid). Bei der WM 2001 in Lahti und den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City hat es eine Serie von Dopingfällen unter anderem mit Johann Mühlegg gegeben.

"Sauber sind wir nicht"

Nach dem WM-Titel des Esten Andrus Veerpalu (Estland) in Liberec, der nach seinem ebenso überraschenden Olympiasieg 2006 kein einziges Topergebnis im Weltcup erzielt hatte und zumeist abgetaucht war, hatte es Dopingverdächtigungen gegeben. FIS-Präsident Gianfranco Kasper warnte davor, im Kampf gegen den Betrug im Langlauf nachzulassen: "Sauber sind wir nicht."

Lewis bestätigte, dass man Einzelathleten wegen auffälliger Blutprofile enger beobachte, die "aber nicht nur aus Osteuropa" kommen würden: "Natürlich konzentrieren wir unsere Kontrollen auf Länder, die nicht die beste Vergangenheit haben. Und wir testen intelligent." Verdächtigungen werde es immer geben, einen positiven Dopingfall gibt es bei der WM aber bislang nicht.

© SID

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