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Lebedewas Jackpot stellt Lobinger in den Schatten

Beim Internationelen Stadionfest der Leichtathleten in Berlin hat die russische Dreispringerin Tatjana Lebedewa den Jackpot geknackt. Der Sieg von Tim Lobinger in der Hochsprung-Konkurrenz wurde somit zur Nebensache.

Knapp war die Entscheidung am Ende, aber es hat gereicht für Tatjana Lebedewa. Die Russin hat sich beim Internationalen Stadionfest in Berlin mit drei Zentimetern Vorsprung den Sieg und damit den Jackpot von einer Million Dollar gesichert. Zweite wurde in Abwesenheit der verletzten Weltmeisterin Trecia Smith (Jamaika) mit knappen Rückstand die WM-Vierte Yamile Aldama (Sudan) mit 14,82m. Für einen deutschen Erfolg sorgte Stabhochspringer Tim Lobinger. Der Kölner siegte mit 5,93m, blieb aber dennoch im Schatten der großen Siegerin Lebedewa.

"Ich hatte vor der Saison keinen Gedanken daran verschwendet, den Jackpot gewinnen zu können, meinte Lebedewa, die als 19. Athletin am Jackpot der Golden League partizipierte. Sie gab zu: "Ich verzichtete auf die WM und die Möglichkeit, zum dritten Mal in Serie Weltmeisterin zu werden, weil ich fit sein wollte, um die Serie zu komplettieren."

Zehn Prozent des Gewinns will die Weitsprung-Olympiasiegerin für Schulen und wohltätige Zwecke in Wolgograd stiften, gleichzeitig auch Heimatstadt von Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Isinbajewa. Lebedewa hatte am Vortag angekündigt, sie wolle 2006 den bei 15,50m stehenden Weltrekord angreifen.

Lobinger ließ mit dem dritthöchsten Sprung des Jahres in der Welt bei seinem ersten Istaf-Sieg auch den niederländischen Weltmeister Rens Blom hinter sich, der mit 5,63m nur auf Rang sieben landete. Vergeblich versuchte er einen Tag nach seinem 33. Geburtstag die deutsche Rekordhöhe von 6,01m, ließ er die Latte im letzten Versuch tollkühn auf die Weltrekordhöhe von 6,16m legen.

Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch (Neubrandenburg) hatte zum Auftakt mit 63,38m die WM-Revanche gegen die WM-Zweite Natalja Sadowa (64,20 m) verloren. Ihre Klubkameradin Astrid Kumbernuss, am Vortag in Elstal bei Berlin Vierte mit 18,39m im letzten Wettkampf ihrer Karriere, nahm Abschied mit einer Ehrenrunde im Auto.

Von den neun WM-Siegern von Helsinki gewann bei dem 2,2 Mill. teuren Istaf nur Kubas neuer 800-m-Star Zulia Calatayud. Unter den Verlierern war auch Doppel-Weltmeister Rashid Ramzi (Bahrain), der über 800m nur Vierter wurde.

Hervorragender Zweiter wurde Thomas Blaschek (Leipzig) in 13,33 Sekunden über 110m Hürden, Dritte die WM-Vierte Kirsten Bolm (Mannheim) in 12,81 über 100m Hürden sowie wie bei der WM Ralf Bartels (Neubrandenburg) mit guten 20,93m beim Kugelstoß-Sieg des Dänen Joachim Olsen (21,10m). Der deutsche 200-m-Rekordler Tobias Unger blieb auf seiner Spezialstrecke als Vierter in 20,71 Sekunden beim Sieg von Christopher Williams (Jamaika/20,33). "Nach der WM hatte ich Achillessehnenprobleme und konnte nicht mehr so trainieren wie ich wollte", erklärte der Kornwestheimer.

Seinen vierten Golden-League-Sieg im Jahr 2005 feierte Daniel Kipchirchir Komen aus Kenia über 1500m. Der WM-Sechste lief in 3:29,72 Minuten die zweitbeste Zeit des Jahres. Über 100m triumphierten Frankreichs Europameisterin Christine Arron in 11,01 Sekunden und der WM-Fünfte Dwight Thomas (Jamaika).

Der WM-Vierte Tero Pitkämäki aus Finnland gewann mit überragenden 89,32m die hochklassige Speerwurf-Konkurrenz vor Russlands Ex-Weltmeister Sergej Makarow (88,14). Der Rostocker Europacup-Sieger Mark Frank steigerte sich als Vierter auf die persönliche Bestweite von 84,88m.

© SID

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