sonstige Sportarten
Lediglich ein DKV-Boot vorzeitig gestrauchelt

17 von 18 Booten der Flotte des Deutschen Kanu-Verbandes haben es bei der WM in Zagreb in die Endläufe geschafft. Außer den EM-Zweiten Maike Nollen/Nadine Opgen-Rhein kämpfen alle DKV-Athleten um Medaillen.

Beinahe mit "weißer Weste" haben die deutschen Kanuten die Halbfinals bei der WM auf den olympischen Distanzen überstanden. In Zagreb schafften es 17 von 18 Booten in die Endläufe und haben damit die Medaillen bereits vor Augen. Auf dem Jarunsee schieden von den Athleten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) nur die EM-Zweiten Maike Nollen/Nadine Opgen-Rhein (Berlin/Essen) als Fünfte über den halben Kilometer aus. Ein souveräne Vorstellung lieferte der dreimalige Canadier-Olympiasieger Andreas Dittmer (Neubrandenburg) ab, der über 500m und 1000m als Erster ins Ziel paddelte.

"Ein Wermutstropfen ist dabei"

"Ein Wermutstropfen ist dabei. Aber die 17 Boote haben auch wirklich Chancen auf eine Medaille", schätzte Sportdirektor und Interims-Cheftrainer Jens Kahl ein: "Unsere Konzeption mit den vielen jungen Leuten ist also nicht falsch. Ich bin gespannt, wie gut sich die Rohdiamanten in den Finals verkaufen." Diagnose-Bundestrainer Rainer Kießler glaubt an zwölf Medaillen. Neun Boote hatten sich in den Vorläufen am Donnerstag direkt qualifiziert.

Über 1000m erreichten neben Routinier Dittmer (Neubrandenburg) auch der Viererkajak mit Schlagmann Lutz Altepost (Essen) als Gewinner sowie Björn Goldschmidt und der Zweierkajak Andreas Ihle/Marco Herszel (Magdeburg) jeweils als Zweite die Endläufe am Samstag (ab 9.00 Uhr). Dort gehört auch der von Fischer angeführte Viererkajak zu den Mitfavoriten. Die 43-Jährige ist erstmals seit 1999 wieder bei einer WM dabei, ihren 27. und vorerst letzten Titel hatte sie 1998 im 500-m-Vierer geholt. "Wir können eine Medaille holen", so die 27-malige Weltmeisterin.

Nicole Reinhardt "ganz schön aufgeregt"

Über 500m erledigten Altepost, Nicole Reinhardt (Lampertheim) sowie das Zweierkajakronald Rauhe/Tim Wieskötter (Potsdam) ihre Pflichtaufgaben als Sieger. Letztere mussten gleich zweimal antreten: Wegen eines Fehlstartes wurde ihr Lauf am Ende des Wettkampftages wiederholt. Die 19-jährige Reinhardt könnte nach ihrem Überraschungserfolg bei der EM von vor vier Wochen endgültig in die Weltspitze vorstoßen. Im olympischen 500-m-Einerkajak sorgte Birgit Fischer letztmals 1994 für einen deutschen Sieg. "Ich bin ganz schön aufgeregt, es ist schließlich meine erste WM", sagte Reinhardt.

Einen "freien Tag" hatten sich die Canadier-Olympiasieger Christian Gille/Tomasz Wylenzek (Leipzig/Essen) mit souveränen Vorlauferfolgen verschafft. "Da konnten wir endlich einmal ausschlafen", freute sich Gille. Dem Duo sind sogar zwei Titel zuzutrauen. Auch der vom Leipziger Robert Nuck angeführte Vierer-Canadier konnte eine Pause einlegen und gehört über 500 und 1000m zu den Titelanwärtern.

© SID

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